Tiroler Embacher landete in Falun erstmals in seiner Karriere auf dem Podest
Der Tiroler Stephan Embacher setzte seinen Aufwärtstrend in Falun fort und belegte beim Bewerb von der Großschanze hinter Sieger Anze Lanisek Platz zwei. Vortagessieger Stefan Kraft fiel nach Halbzeitführung auf Rang neun im Endklassement zurück.
Falun – Der Tiroler Stephan Embacher hat am Mittwoch in Falun als Zweiter von der Großschanze seinen ersten Einzel-Podestplatz im Skisprung-Weltcup geholt. Der 19-Jährige musste sich dem Slowenen Anze Lanisek nur um 3,0 Punkte geschlagen geben. Dritter wurde weitere 1,2 Zähler dahinter dessen Landsmann Domen Prevc. Mit Daniel Tschofenig, Jan Hörl, Manuel Fettner und Halbzeit-Leader Stefan Kraft auf den Rängen vier, fünf, sieben und neun kamen fünf ÖSV-Aktive in die Top Ten.
Kraft hatte in Training und Probedurchgang wenig überzeugt, im ersten Durchgang mit einem Satz auf 133,0 m aber eine klare Führung eingeheimst. In der Entscheidung kam der Salzburger aber auf nur 119,0. Am Vortag hatte der 32-Jährige auf der Faluner Normalschanze seinen 46. Weltcupsieg gefeiert und damit nicht nur mit dem Finnen Matti Nykänen auf Rang zwei im ewigen Sieg-Ranking gleichgezogen, sondern auch dessen Landsmann Janne Ahonen im ewigen Punkte-Ranking des Weltcups an der Spitze abgelöst.
Skisprung-Weltcup in Falun
- 1. Anze Lanisek (SLO) 262,9 Punkte (129,0/128,5) - 2. Stephan Embacher (AUT) 259,9 (128,5/129,0) - 3. Domen Prevc (SLO) 258,7 (129,0/129,0) - 4. Daniel Tschofenig (AUT) 256,6 (127,0/129,0) - 5. Jan Hörl (AUT) 252,2 (125,0/126,5) - 6. Ryoyu Kobayashi (JPN) 249,9 (127,5,/127,5) - 7. Manuel Fettner (AUT) 249,2 (128,0/123,5). Weiter: 9. Stefan Kraft (AUT) 243,0 (133,0/119,0) - 25. Maximilian Ortner (AUT) 221,1 (120,0/122,0)
- Weltcup-Stand (nach vier Bewerben): 1. Lanisek 256 Punkte - 2. Kraft 234 - 3. Tschofenig 226. Weiter: 6. Hörl 202 - 7. Embacher 183 - 10. Fettner 95 - 20. Ortner 42
- Nationencup: 1. Österreich 1.132 - 2. Slowenien 720 - 3. Japan 606
Embacher war schon da vor Hörl und Tschofenig als Vierter lediglich 3,1 Punkte an seiner Podestpremiere vorbeigesprungen, und holte das tags darauf nach. Nach dem ersten Durchgang mit einem Sprung auf 128,5 m als Sechster drittbester Österreicher, bugsierte ihn ein Versuch auf 129,0 m auf Rang zwei. Dabei hatte ausgerechnet bei ihm die Weitenmessung versagt, wodurch es länger dauerte bis sein Ergebnis feststand. Deswegen wurde auch vor den Top drei des ersten Heats und damit auch Kraft eine Pause eingelegt. Im Gesamtweltcup führt nun Lanisek vor Kraft. (APA, TT.com)