Heute WM-Finale! Dem U17-Team fehlt nur noch ein Schritt in den Fußballhimmel
Nach sieben Siegen in Serie will sich das ÖFB-U17-Team heute (17 Uhr/live ORF 1 und Sky Sport Austria) im Finale gegen Europameister Portugal mit dem WM-Titel krönen. Teamchef Stadler setzt auch auf die Mentalität.
Was im A-Team unter ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick mit (neuer) mentaler Stärke Einzug gehalten hat, spiegelt sich einige Nachwuchs-Nationalmannschaften tiefer auch in jenem Team wider, das heute im Khalifa International Stadium erstmals die rot-weiß-rote Fahne in einem WM-Finale vertritt. Nach makellosem Turnierverlauf mit sieben Siegen und einem Torverhältnis von 17:1 Toren greift das U17-Team nach dem großen Coup.
An der Spitze steht mit Salzburgs ehemaligem Europacup-Helden Hermann Stadler ein Mann, der es immer menscheln lässt. „Wie er die Eltern mitnimmt, ist sensationell. Wir durften mit unseren Kindern auch Zeit verbringen“, erklärt der Tiroler Ex-Unterhaus-Trainer Denis Husic, der mit versammelter Familie live vor Ort Sohnemann Loris die Daumen drückt.
Stadler sagt seinerseits mit dem Brustton der Überzeugung: „Wir haben es uns als Mannschaft mehr als verdient, in diesem Finale zu stehen. Wir sind das einzige Team, das makellos durch diese WM gegangen ist. Portugal ist natürlich ein starker Gegner, sie sind amtierender Europameister. Wir sind aber in dieses Finale gekommen, um es zu gewinnen. Wir werden alles geben, um auch im achten Spiel unsere Leistung auf den Platz zu bringen. Ich bin guter Dinge, dass das auch gelingt.“
„Macht ganze Nation stolz“
Video mit Gänsehaut-Faktor: Alaba, Arnautovic und Co. schwören U17 auf WM-Finale ein
Neben dem starken Salzburg/Liefering-Block um Torjäger Johannes Moser und Kapitän Jakob Pokorny soll auch wieder die violette Austria-Abordnung (Markovic, Deshishku) stechen. Und der zuletzt gelbgesperrte Innenverteidiger Ifeanyi Ndukwe würde auch wieder zur Verfügung stehen.
In der Defensive schien der Nachwuchs rund um Mainz-Keeper Daniel Posch im bisherigen Turnierverlauf unüberwindbar. Der Schlussmann brachte die Lage im ORF-Interview sympathisch auf den Punkt: „Portugal ist eine Fußballnation, jeder kennt sie und verbindet sie mit Fußball. Sie sind aber auch nur 17-jährige Teenager, die gewinnen wollen wie wir auch.“ Die portugiesische Startelf steht fast ausnahmslos bei Benfica Lissabon und dem FC Porto unter Vertrag, während die rot-weiß-rote Auswahl auf die starke Physis vieler Zweitliga-Kicker setzt.
Der größte Nachwuchserfolg auf österreichischer Fußball-Ebene stand mit dem WM-Finaleinzug schon fest. Vielleicht wird’s noch mehr: Heute sind wieder leidensfähige Mentalitätsmonster gefragt.