Verheerende Regenfälle

Hunderte Tote bei Flut-Katastrophen in Indonesien, Thailand und Sri Lanka

Schwere Überflutungen in Kaduwela, einem Außenbezirk von Sri Lankas Hauptstadt Colombo.
© ISHARA S. KODIKARA

Jakarta, Bangkok, Colombo – Flut-Katastrophen infolge heftiger Regenfälle haben in Südostasien hunderte Menschenleben gekostet. Allein in Indonesien kamen bei verheerenden Überschwemmungen und Erdrutschen nach Behördenangaben mehr als 300 Menschen ums Leben. Mehr als 270 Menschen wurden landesweit vermisst, Zehntausende mussten ihre Wohnungen verlassen.

Die Behörden warnen, dass die Opferzahlen weiter steigen könnten, da abgelegene Gebiete aufgrund sintflutartigen Regens für die Rettungsteams tagelang nicht erreichbar waren. Heftige Regenfälle hatten Erdrutsche ausgelöst, ländliche Straßen weggespült und wichtige Verkehrsverbindungen unterbrochen, so die Behörden.

Auch in Thailand und Malaysia richteten Überschwemmungen verheerende Schäden an. In der südlichen Provinz Songhkla in Thailand stieg die Zahl der bestätigten Todesopfer auf 162. Mehr als 40.000 Menschen wurden in Notunterkünften untergebracht. Im malaysischen Bundesstaat Perlis wurden ganze Landstriche unter Wasser gesetzt, zwei Menschen starben.

Zyklon verwüstet Teile Sri Lankas

In Sri Lanka ist die Zahl der Todesopfer infolge des Zyklons „Ditwah“ auf mehr als 130 gestiegen. Mehr als 170 Menschen würden noch vermisst. Das Land rief den Katastrophenfall aus. Soldaten konnten am Samstag aber auch 69 Insassen eines Busses retten.

Nach Angaben der Behörden war etwa ein Drittel des Landes ohne Strom und fließendes Wasser. Auch die Internet-Verbindungen waren gestört. Rund 75.000 Menschen, deren Häuser durch die einwöchigen heftigen Regenfälle zerstört wurden, wurden in staatliche Notunterkünfte gebracht. (APA, AFP)