Schwere Knieverletzung: HCI verliert seinen Top-Scorer und übt Kritik
Die schlimmsten Befürchtungen hatten sich bewahrheitet: HCI-Top-Scorer Steven Owre muss die Saison mit einer schweren Knieverletzung beenden.
Innsbruck ‒ Mit einem Tag Verspätung und vor dem Sechs-Punkte-Match am Mittwoch in Linz (19.15 Uhr) stellte sich die Gewissheit ein, dass HCI-Topscorer Steven Owre, der in Bozen einer harten Attacke zum Opfer gefallen war, mit einer schweren Knieverletzung (Seitenbandriss) in dieser Saison nicht mehr für die Innsbrucker Haie auflaufen kann. Der 29-jährige Kanadier wurde in den letzten Runden öfter Opfer unfairer Aktionen (zuvor auch im Heimspiel gegen den KAC), weswegen sich General Manager Günther Hanschitz beschwert: „Normalerweise sollte die Liga und die Referees die Topstars schützen. Das ist hier definitiv nicht der Fall.“
Klares Statement
In seiner Presse-Aussendung wird der Verein auch deutlich: „Der HCI akzeptiert die sportliche Realität, erwartet sich aber klare Antworten und Konsequenzen. Der Schutz der Spieler – insbesondere bei Angriffen auf Knie und Kopf – darf kein Lippenbekenntnis bleiben. Wenn wiederholte, klar riskante Aktionen ohne ernsthafte Folgen für die Verursacher bleiben, schadet das nicht nur einem Club, sondern der gesamten Liga und ihrer Glaubwürdigkeit.“
Wohl kein neuer Spieler
Die Haie erwischte es schon vor der Saison mit einem Kreuzbandriss von Neuzugang Darien Craighead bitter, dann fiel Matt Wilkins mit einem Armbruch wochenlang aus. Und jetzt ist auch für Owre Schluss. Da das Import-Kontingent mit zehn Spielern (Vernon, Moberg, Kudla, Lattner, Wilkins, Benker, Coatta, Sproule, Laejeunesse, Corbeil) voll ist, wird wohl nicht nachjustiert. „Uns ist klar, dass es noch schwieriger wird“, weiß Hanschitz bei elf Punkten Rückstand auf die Pre-Play-off-Plätze.