Neue Strategie

Worum sich das eingemottete Imster Stadtmarketing in Zukunft kümmern soll

Vizebürgermeister Thomas Schatz hat für das eigentlich ausgediente Stadtmarketing eine neue Aufgabe.
© Stadt Imst/Kolp

Seit bald zwei Jahren liegt die Imster Stadtmarketing GmbH brach: Die letzte Geschäftsführerin verließ im Februar 2024 die Organisation. Jetzt stieg auch der Imst Tourismus als Gesellschafter aus. Es gibt aber eine neue Aufgabe.

Imst – Das Imster Stadtmarketing ist seit Februar 2024 nur noch eine ferne Erinnerung. Mit dem Abgang seiner Geschäftsführerin wurde das Thema, das auch die Gemeinderatswahl 2022 beherrschte, vom Tisch gefegt. Stadträtin Pia Walser übernahm mit dem Stadtentwicklungsausschuss die meisten Agenden. Erst diese Woche beschloss der Imst Tourismus die Abtretung seiner 40 Prozent an die Stadt Imst. Doch die weiß mit der Gesellschaft sehr wohl etwas anzufangen: die künftige Abwicklung der Parkraumbewirtschaftung.

Ein Blick zurück

2014 wurde die Gesellschaft gegründet, erinnerte TVB-Obmann Paul Auderer die Vollversammlung. Das Ziel war klar auf die Bewerbung der Stadt und die touristische Angebote gerichtet: „Anfangs hat es auch gut funktioniert“, erklärt Auderer, aber nach dem Abgang von Tatjana Stimmler im Oktober 2022 und unter deren Nachfolgerin sei es „nicht mehr gut gelaufen“. Schon zuvor war das Stadtmarketing ein Reibebaum im Rahmen der Gemeinderatswahl im Februar 2022. „Daher sollten wir aus der Gesellschaft austreten“, sagte Auderer. Die Touristiker folgten der Empfehlung bei nur drei Enthaltungen.

Stadt hat was vor

„Nein, die Gesellschaft wird nicht aufgelöst“, erklärt dazu der Imster Bürgermeister Stefan Weirather. Denn es gibt ein Aufgabengebiet, das 2014 festgeschrieben wurde, für das sich die Stadtgemeinde interessiert. Neben der Bewerbung wurde auch die Parkraumbewirtschaftung einst in das Portfolio eingetragen. Und da sollte in Zukunft doch einiges in Imst passieren. Diskussionen laufen jedenfalls seit Jahren.

„Operativ ist die Gesellschaft schon länger nicht mehr tätig gewesen“, erläutert Bürgermeister-Stellvertreter und Verkehrsreferent Thomas Schatz. Aber für die Pläne, die Imst vorhat, könnte man sie wiederum nutzen.

Neue Parkraumbewirtschaftung

Seit Langem gibt es Bestrebungen, die stadteigenen Parkflächen in Hoch-Imst sowie beim Schwimmbad und Sportzentrum zu bewirtschaften. „Erhaltung, Säuberung und Räumung kosten einfach Geld“, sagt Schatz. Aber das Thema ist sensibel. „Zum Wohl der Bevölkerung wollen wir ein günstiges Ticket einführen. Das ist mit einer hoheitlichen Parkraumbewirtschaftung nicht möglich, weshalb wir eine Gesellschaft brauchen.“ Und da komme eben das Stadtmarketing ins Spiel.

In Ausarbeitung

Noch ist man allerdings nicht so weit: Erst müssen die Verträge aufgesetzt werden, der Austritt des Imst Tourismus endgültig fixiert werden. „Wir befinden uns erst in der Phase der Ausarbeitung der Parkraumbewirtschaftung“, erklärt der Verkehrsreferent. Dann müsse die Angelegenheit auch dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt werden. „In diesem Winter gibt es definitiv keine Änderung der bisherigen Regelungen. Wenn, dann erst ab Sommer 2026“, zeichnet Schatz einen Fahrplan.

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