Mit einem zusätzlichen Produkt Gutes tun: Aktion hilft Bedürftigen
Bei der Aktion „Kauf1Mehr“ werden Artikel im Einkaufswagen gespendet, um Menschen in Not direkt zu unterstützen.
Innsbruck - Kleine Gesten können Großes bewirken. Aus einem zusätzlichen Produkt im Einkaufswagen werden gefüllte Kisten mit Spenden für Menschen in Not. Nach diesem Prinzip funktioniert die Aktion „Kauf1Mehr“ von den Rotaract Clubs Innsbruck und Hall.
Gemeinsam mit AustauschschülerInnen des Rotary Youth Exchange baten die Clubmitglieder KundInnen vor Innsbrucker Supermärkten, ein Produkt mehr in den Einkaufskorb zu legen – für Menschen, die sich das Nötigste nicht leisten können.
„Das Prinzip ist denkbar einfach“, sagt Laurin Scheyrer, Präsident von Rotaract Hall: „Auf einer Liste stehen haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel, die besonders gebraucht werden. Wer wollte, kaufte eines dieser Produkte zusätzlich und gab es direkt an die Rotaract-Mitglieder weiter.“
Projekt für die Gemeinschaft
Die gesammelten Waren wurden sortiert, verpackt und an die Caritas Tirol und die Tafel des Roten Kreuz Hall übergeben. Von dort gelangten sie zu jenen, die Unterstützung benötigen. Die Bilanz: Der Wert der gespendeten Artikel wird auf rund 8000 bis 10.000 Euro geschätzt.
Rotaract, die Serviceclub-Organisation für junge Menschen unter dem Dach von Rotary, setzt mit solchen Projekten ein Zeichen für Gemeinschaft und Verantwortung. Scheyrer sagt: „Wir wollen mit der Aktion zeigen, dass Solidarität viel bewirken kann – und unsere Mitglieder haben die Chance, im Team anzupacken und Wirkung vor Ort zu sehen.“
Auch heuer findet die Aktion „Kauf1Mehr“ erneut statt – am 13. Dezember – vor Innsbrucker und Haller Supermärkten. Jede Hilfemacht einen Unterschied wie beispielsweise im Innsbrucker Jugendzentrum „Space“: „Solche Sachspenden sind für die Kinder und Jugendlichen im Jugendzentrum von großer Bedeutung“, sagt der Leiter des Zentrums, Sebastian Gabl. „Wir beobachten immer öfter, dass diese mit leeren Bäuchen zu uns kommen, sie haben Hunger. Mithilfe von Sachspenden können wir ihnen immer wieder eine Jause anbieten.“ (TT)