Verleihung am 11. Jänner

„One Battle After Another“ ist Favorit bei den 83. Golden Globes

Leonardo DiCaprio in „One Battle After Another“.
© IMAGO/Supplied by LMK

An der Spitze der Golden-Globe-Nominierungen steht ein Politthriller mit Top-Besetzung. Für den deutschen Film „In die Sonne schauen“ gab es zwar eine Enttäuschung, doch Komponist Hans Zimmer hat mit seiner 15. Nominierung erneut die Chance auf die Auszeichnung.

Mit neun Nominierungen geht der Politthriller „One Battle After Another“ als klarer Favorit in das Rennen um die diesjährigen Golden Globes. Der neue Film von US-Regisseur Paul Thomas Anderson, mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle, erzählt die brisante Geschichte einer Gruppe militanter linker Aktivisten. Neben den Nominierungen in den Königskategorien „Beste Filmkomödie“ und „Beste Regie“ wurden auch die schauspielerischen Leistungen von Leonardo DiCaprio, Sean Penn, Benicio Del Toro, Teyana Taylor und Chase Infiniti gewürdigt.

Achtfach nominiert: „Sentimental Value“ mit Stellan Skarsgård und Renate Reinsve.
© Filmladen

Dicht auf den Fersen ist ihm das norwegische Familiendrama „Sentimental Value“ von Regisseur Joachim Trier mit acht Gewinnchancen. Der Film, in dessen Mittelpunkt Renate Reinsve als entfremdete Tochter auf ihren Vater (Stellan Skarsgård) trifft, brachte beiden Hauptdarstellern Nominierungen ein. Zum erweiterten Favoritenkreis zählen zudem das Vampir-Drama „Blood & Sinners“, die Literaturverfilmung „Hamnet“, das Filmmusical „Wicked: Teil 2“, die Neuinterpretation von „Frankenstein“ sowie das Politdrama „Ein einfacher Unfall“.

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Deutsche Hoffnungen wurden enttäuscht

Eine herbe Enttäuschung gab es für die Berliner Regisseurin Mascha Schilinski. Ihr hochgelobter Film „In die Sonne schauen“, der in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet wurde und als deutscher Beitrag für die Oscars eingereicht ist, ging überraschend leer aus. Er schaffte es nicht in die Endauswahl für den „Besten nicht-englischsprachigen Film“. Dort konkurrieren nun unter anderem „Ein einfacher Unfall“ (Frankreich), „No Other Choice“ (Südkorea) und „The Secret Agent“ (Brasilien).

Spannung in den Schauspiel- und Musikkategorien

Hoffnung auf eine Trophäe gibt es derweil für den deutschen Komponisten-Star Hans Zimmer. Für seine Musik zum Rennsportfilm „F1“ ist er bereits zum 15. Mal nominiert und könnte nach seinem Erfolg mit „Dune“ 2022 seinen vierten Globe gewinnen. Ebenfalls nominiert ist der in Deutschland geborene britische Komponist Max Richter für seine Musik zu „Hamnet“.

In den Schauspielkategorien verspricht die Verleihung Hochspannung. Im Bereich Drama konkurrieren unter anderem Oscar Isaac („Frankenstein“), Michael B. Jordan („Blood & Sinners“) und Jeremy Allen White („Springsteen: Deliver Me From Nowhere“). In der Komödien-Sparte treffen George Clooney („Jay Kelly“), Timothée Chalamet („Marty Supreme“) und erneut Leonardo DiCaprio („One Battle After Another“) aufeinander. Bei den Schauspielerinnen dürfen sich unter anderem Jessie Buckley („Hamnet“), Julia Roberts („After the Hunt“) und Emma Stone („Bugonia“) Hoffnungen auf eine Auszeichnung machen.

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„White Lotus“ dominiert bei den Serien

Auch die Serienlandschaft sorgt für packende Duelle. Hier führt die Erfolgsproduktion „White Lotus“ mit sechs Nominierungen das Feld an, gefolgt von der Miniserie „Adolescence“ mit fünf sowie „Only Murders in the Building“ und „Severance“ mit jeweils vier Nennungen. Die Liste der nominierten TV-Stars ist lang und prominent besetzt, darunter Kathy Bates, Helen Mirren, Gary Oldman, Selena Gomez und Jude Law.

Die Preisgala, bei der die Gewinner in insgesamt 27 Kategorien – und erstmals auch für den „Besten Podcast“ – gekürt werden, findet am 11. Jänner in Beverly Hills statt. (TT)