Chefdirigent Asher Fisch muss Tiroler Winterfestspielen Erl absagen
Der musikalische Leiter der Tiroler Festspiele fällt kurz vor dem Start der Wintersaison verletzungsbedingt aus. Ersatzdirigenten wurden bereits gefunden. „Die Projekte sind in guten Händen“, versichert Intendant Jonas Kaufmann.
Chefdirigent Asher Fisch hat seine Teilnahme an den Winterfestspielen der Tiroler Festspiele Erl verletzungsbedingt kurzfristig zurückziehen müssen. Wie am Mittwoch in einer Aussendung mitgeteilt wurde, hat sich Fisch an der Schulter verletzt.
Alle betroffenen Produktionen, einschließlich der Oper „Lucia di Lammermoor“, des Neujahrskonzerts sowie des Abschlusskonzerts, wurden bereits neu besetzt. Die Projekte seien somit in guten Händen, und man wünsche Fisch baldige Genesung, teilen die Festspiele mit.
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Intendant Jonas Kaufmann sprach von einer „sehr bedauerlichen Nachricht“. Man habe nun jedoch „großartige Dirigenten, zum Teil sogar aus den eigenen Reihen, als Ersatz gewinnen“ können. „Ich hoffe sehr, dass das Wissen um die würdigen Vertreter seine baldige Genesung beschleunigt“, richtete Kaufmann Fisch aus.
Ersatz fand sich auch in den eigenen Reihen
Das Familienkonzert „Applaus für die Gebrüder Strauß!“ am kommenden Sonntag übernimmt Andreas Leisner, seit 2023 künstlerischer Betriebsdirektor und Geschäftsführer der Tiroler Festspiele Erl. Er hat im Rahmen des Festivals bereits zahlreiche Konzerte und Opern dirigiert. Nach dem Rückzug von Gustav Kuhn, dem mehrere Festspielkünstlerinnen Machtmissbrauch und Übergriffe vorwarfen, war Leisner 2018/2019 interimistischer Intendant in Erl.
Das Neujahrskonzert wird Beomseok Yi leiten, der ebenfalls bei den Festspielen tätig ist und dort bereits auf der Bühne stand.
Die Oper „Lucia di Lammermoor“ wird der international gefragte Dirigent Sesto Quatrini leiten. Beim Abschlusskonzert steht Daniele Rustioni am Pult. (TT, APA)