Bereits fünfte Absage

Auch Island kommt wegen Israel nicht zum Song Contest nach Wien

Wien ist Austragungsort des 70. Eurovision Song Contests, dessen Finale am 16. Mai 2026 in der Wien er Stadthalle über die Bühne gehen wird.
© APA/Techt

Die Entscheidung fiel bei einer Abstimmung am Mittwoch. Die Israel-Teilnahme am ESC zieht fünfte Absage nach sich.

Wien, Reykjavik – Als mittlerweile fünftes Land wird auch Island nicht am nächstjährigen Eurovision Song Contest in Wien teilnehmen. Das teilte der Sender RÚV am Mittwochnachmittag nach einer Abstimmung mit. Wie schon Spanien, die Niederlande, Slowenien und Irland ist der Stein des Anstoßes für diese Entscheidung, dass die European Broadcasting Union (EBU) kürzlich den Weg für die Teilnahme Israels freigemacht hat.

Am Dienstag hatte der isländische Kultur- und Medienminister Logi Einarsson gegenüber RÚV festgehalten, dass es bedauerlich wäre, wenn Island teilnähme, jetzt wo feststehe, dass Israel nicht ausgeschlossen wird. Das sei aber seine private Meinung, er wolle sich nicht in Angelegenheiten des Senders einmischen.

Island war Wackelkandidat für Wien-Teilnahme

Der isländische Sender hatte als Wackelkandidat gegolten. Die Direktion wollte am Mittwoch und damit dem letztmöglichen Tag für eine Anmeldung zum Megaevent entscheiden, ob eine Teilnahme erfolgt oder nicht.

Bereits zuvor abgesagt haben Spanien als einer der „Big Five“, Slowenien, Irland und die Niederlande. Die European Broadcasting Union (EBU) ging zuletzt davon aus, dass in etwa 35 Rundfunksender teilnehmen werden. Noch vor Weihnachten werde die gesamte Teilnehmerliste veröffentlicht, hieß es. (APA)

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