Suche nach Herausforderung

Norbert Hofer schwankt zwischen Privatwirtschaft und Politik

Klubobmann Norbert Hofer (FPÖ) und der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ). Von der Landespolitik hat Hofer genug.
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Bis Jahresende will der freiheitliche Politiker entscheiden, ob er der Landespolitik den Rücken kehrt. Was das für eine mögliche Kandidatur bei der nächsten Bundespräsidentenwahl bedeutet, lässt er weiter offen.

Norbert Hofer erwägt seinen Rückzug aus der burgenländischen Landespolitik. Der ehemalige FPÖ-Bundesparteiobmann, Bundespräsidentschaftskandidat und nunmehrige Klubobmann im Landtag will bis Jahresende über seine Zukunft nachdenken, erklärte er am Donnerstag. Es gebe laufend Angebote aus der Privatwirtschaft – sollte er wechseln, werde er jedenfalls „immer politisch aktiv sein“ und die Freiheitlichen unterstützen.

„Brauche immer Herausforderungen“

Er habe sich das aktuell debattierte Landesbudget angesehen und festgestellt: „Wenn Rot-Grün so weitermachen, ist das Land kaputt. Ich kann mir das nicht länger anschauen“, denn er sei jemand, der etwas verändern möchte. Als Klubobmann sei es ihm gesetzlich verboten, in der Wirtschaft tätig zu sein: „Jetzt muss ich mich entscheiden. Ich bin ein Mensch, der immer Herausforderungen braucht.“

Die FPÖ habe im Burgenland den ersten Platz bei der Nationalratswahl und den zweiten Platz bei der Landtagswahl erreicht. Nun könnte er sich in der Wirtschaft beweisen. „Ich habe es noch nicht entschieden, aber ich denke ernsthaft darüber nach“, kündigte Hofer die Entscheidung bis Jahresende an.

Angebote aus der Privatwirtschaft

Klubobmann könnte er neben einem Engagement in der Privatwirtschaft jedenfalls nicht bleiben. Ob er Landtagsabgeordneter bleibt, ist noch offen, ebenso wer die Position des Klubobmanns übernehmen würde. Wie auch immer seine künftige Tätigkeit aussieht, „es ist kein Abschied aus der Politik, ich werde immer politisch aktiv sein für das Burgenland“, betonte Hofer. Jahrzehntelang in der Politik festzusitzen sei nicht sein Lebensziel.

Ich kann entscheiden, ich bin nicht von der Politik abhängig
Norbert Hofer (FPÖ)

Offen ließ er ein etwaiges Antreten bei der Bundespräsidentenwahl 2028, zumal er immer wieder darauf angesprochen werde. Hofer betonte aber, dass die Kandidatur Entscheidung der FPÖ sei. „Ich werde, egal wen meine Partei aufstellt, denjenigen bei der Bundespräsidentenwahl unterstützen.“ (TT, APA)