Budget 2026 mit Mühe geschafft: Lienz hat große Brocken zu stemmen
Fast 56 Millionen Euro muss die Stadt nächstes Jahr ausgeben. Dafür wird das Sparbuch angegriffen. Zu den teuersten Vorhaben gehören die neue Tennishalle, der Hochwasserschutz, ins Geld gehen auch die Transferzahlungen.
Lienz – Ohne Erspartes geht es nicht. Die Stadt Lienz muss Rücklagen auflösen, um ein ausgeglichenes Budget für 2026 zustande zu bringen. Knapp 56 Millionen Euro werden nächstes Jahr gebraucht, davon kommen 1,76 Millionen vom Sparbuch. „Die Einnahmen können mit den Ausgaben nicht Schritt halten“, fasst Bürgermeisterin Elisabeth Blanik zusammen. Gemeinderat Franz Theurl kann diesen Summen auch Gutes abgewinnen: „Wir stehen trotzdem noch wesentlich besser da als andere Tiroler Bezirksstädte.“
Die Stadt hat einiges vor: So fließen 3,75 Millionen Euro in die neue Tennis- und Mehrzweckhalle, 1,775 Millionen investiert Lienz nächstes Jahr in den Hochwasserschutz an der Isel. Als einmalige Ausgaben scheinen in Budget Zahlungen für das neue Ressourcenzentrum (758.000 Euro) und den Katastrophendienst (647.500 Euro) auf.
Bei den Transferzahlungen an Bund, Land und Gemeindeverbände (zum Beispiel der Lienzer Beitrag zum Tiroler Gesundheitsfonds) wird die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben immer größer. 2026 zahlt die Stadt 17 Millionen aus, profitiert aber nur im Ausmaß von 8,7 Millionen von den Transferzahlungen (z. B. aus GAF-Mitteln). Letztes Jahr waren es rund 15 Millionen Euro an Ausgaben zu etwa zehn Millionen an Einnahmen.
Großbrand vom Juni wirkt nach
Die Lienzer Feuerwehr braucht ein neues Tanklöschfahrzeug. Das alte „Tank 1“, Baujahr 1999, ist beim Großbrand des Abfallzentrums im Juni 2025 kaputt gegangen. „Das neue Auto kommt von der Firma Rosenbauer und kostet 581.270 Euro brutto“, erklärt die Bürgermeisterin. „Das Land hat zugesagt, 348.000 Euro davon zu übernehmen. Den Rest müssen wir aus unseren Rücklagen bezahlen.“