Der „Pfau“ sagt ciao

Umwege zum Oscar: Österreich bleibt auch ohne „Pfau“ im Preisrennen

Die Oscar – im Bild Zoe Saldana, eine der Gewinnerinnen 2025 – werden am 15. März 2026 vergeben.
© FREDERIC J. BROWN

Die heimische Einreichung „Pfau – Bin ich echt?“ hat es nicht auf die Oscar-Shortlist geschafft. Dennoch gibt es bei der 98. Verleihung der Academy Awards rot-weiß-rote Chancen.

Österreich ist 2026 nicht mehr im Rennen um den Auslandsoscar. Die Tragikomödie „Pfau – Bin ich echt?“ von Regisseur Bernhard Wenger schaffte es nicht auf die Shortlist für die Auszeichnung als beste internationale Produktion. Der Tiroler Schauspieler Roland Silbernagl spielt in „Pfau“ eine Nebenrolle.

„Pfau – Bin ich echt?“ wurde von Österreich für den Oscar eingereicht. Auf die Shortlist für die Auszeichnung schaffte es der Film nicht.
© Polyfilm

Ladkani mit Doku im Rennen

Mit Richard Ladkani ist allerdings ein österreichischer Filmemacher weiterhin im Rennen um eine der begehrten Trophäen. Ladkanis Dokumentarfilm „Yanuni“ wurde in der Sparte Dokumentarfilm in die engere Auswahl der letzten 15 Beiträge aufgenommen. Der Film erzählt die beeindruckende Geschichte der indigenen Anführerin Juma Xipaia, deren Weg vom Aktivismus gegen Umweltzerstörung bis in das brasilianische Ministerium für indigene Völker führte.

Der österreichische Filmemacher Richard Ladkani (links) bei einer Veranstaltung im Oktober dieses Jahres in Los Angeles.
© IMAGO/Jeffrey Mayer / Avalon

„Dieser Film steht für indigene Souveränität, Liebe und den Mut, auch unter extremen Risiken für die Zukunft unseres Planeten einzustehen“, erklärte Ladkani nach der Bekanntgabe. „Yanuni“, eine internationale Koproduktion der österreichischen Malaika Pictures, startet im Mai in den Kinos. Die Oscars werden am 15. März in Los Angeles vergeben.

Spannung für Berger und sein Star-Ensemble

Die endgültigen Oscar-Nominierungen werden am 22. Jänner bekannt gegeben. Dann wird es auch für den österreichisch-schweizerischen Regisseur Edward Berger spannend. Seine Literaturverfilmung „The Ballad of Wallis Island“ mit den Hollywood-Stars Colin Farrell und Tilda Swinton ist gleich in zwei Kategorien im Rennen: für den Besten Originalsong („Our Love“) und die Beste Kamera (James Friend).

Edward Berger gewann 2023 für seinen Film „Im Westen nichts Neues“ den Oscar für den besten internationalen Film.
© VALERIE MACON

Nicht für Bergers Film nominiert wurde hingegen der deutsche Komponist Volker Bertelmann, der für die Zusammenarbeit bei „Im Westen nichts Neues“ bereits einen Oscar gewonnen hatte.

Er darf diesmal für seine Musik zum Thriller „A House of Dynamite“ hoffen und konkurriert dabei unter anderem mit Legende Hans Zimmer („F1“).

Komponist Volker Bertelmann hat erneut Chancen auf den Oscar.
© APA/AFP/Frederic J. Brown

Rot-weiß-roter Lichtblick über Umwege

Auch in der Auslandsfilm-Kategorie gibt es einen indirekten Österreich-Bezug: Für Deutschland ist der Film „In die Sonne schauen“ von Mascha Schilinski weiterhin im Rennen, in dem die Wiener Schauspielerin Susanne Wuest eine Rolle spielt. Auf die Shortlist schafften es außerdem Produktionen aus Südkorea („No Other Choice“), Tunesien („The Voice of Hind Rajab“) und Argentinien ("Belén"). Frankreich schaffte es mit „Ein einfacher Unfall“ des iranischen Regisseurs Jafar Panahi in die Vorauswahl, Norwegen mit dem Familiendrama „Sentimental Value“, Brasilien mit dem Thriller „The Secret Agent“ und die Schweiz mit dem Drama „Heldin“. (TT, APA, dpa)

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