Fast-Sturz verhinderte Sieg

Kurve 12 bremste Flock: Halbzeitführung nach Fehler nicht veredelt

Die Position bei Janine Flock stimmte bis zum Finish sehr lange - am Ende wurde es Rang vier.
© IMAGO/Ints Kalnins

Tirols Skeleton-Ass Janine Flock landete beim zweiten Bewerb in Sigulda auf Rang vier. Samuel Maier kam nur auf den achten Platz.

Einen Tag nach Rang drei verpasste Janine Flock das Podium in Lettland nur knapp. Der 36-jährigen Tirolerin fehlten hinter der belgischen Siegerin Kim Meylemans (1:44,16) sowie Anna Fernstädt (TCH/+0,08) und Amelia Coltmann (GBR/+0;14) letztlich nur 17 Hundertstel auf den Sieg und drei auf das Stockerl. Dabei war Flock zur Halbzeit und bis Kurve elf im zweiten Durchgang vorne gelegen.

„Ich war zu spät dran in Kurve 12, dann ist es sich nicht mehr ausgegangen und ich bin an der Bande angeschlagen. Mir hat es die Hand aus dem Griff geschlagen, dann musste ich in Kurve 13 den Zug völlig abwürgen, um nicht zu stürzen. Damit war der Schwung weg“, erklärte Flock, die in der Gesamtwertung hinter Meyle­mans (850 Punkte) mit 809 Zählern auf Platz zwei liegt. Beachtlich auch die Leistung von Österreichs Europacup-Gesamtsiegerin des Vorjahres Julia Erlacher. Sie holte mit der drittbesten Laufzeit des zweiten Durchgangs Rang 16 (+ 0,80 Sekunden).

Bei den Herren siegte wieder der britische Weltcup-Gesamtführende Matt Weston, für Samuel Maier blieb nur Platz acht. Der Tiroler will sich heute 17 Uhr) im zweiten Bewerb rehabilitieren: „Ein durchwachsenes Rennen. Da ist bei meiner Performance doch noch viel Potenzial nach oben.“ Vor Rang 21 von Florian Auer, der mit Startnummer 32 ins Rennen gehen musste, zog Nationalteamtrainer Michael Grünberger auch den Hut: „Das war wirklich gut, denn es war bei diesen hohen Plustemperaturen nicht einfach mit hohen Startnummern.“ (TT)