Auto-Neuheiten 2026 (12)

Hingucker aus Wolfsburg: Dieser ID.Cross ist weit mehr als eine Konzeptstudie

Der kommende ID.Cross ist ein Augenschmaus und hat wohl alle Anlagen, um ab 2026 zum Topseller zu werden.
© Volkswagen AG

VW stößt mit aller Macht weiter auf den Elektromarkt vor. Neben der Runderneuerung größerer Baureihen kommen 2026 die völlig neuen Einstiegsbaureihen auf den Markt. VW-CEO Thomas Schäfer will typische Stärken der Wolfsburger wieder in den Vordergrund stellen. Der bereits auf der IAA in München gezeigte ID.Cross lässt schon einmal Vorfreude aufkommen.

Volkswagen bleibt Volkswagen. Unter der nunmehrigen Führung des tatkräftigen VW-CEO Thomas Schäfer und Konzernlenker Oliver Blume haben sich die Wolfsburger unter dem Begriff „True Volkswagen“ wieder konsequent auf typische VW-Stärken, wie ein cleanes Design (Golf 4, Passat B5) mit Wiedererkennungswert, hohe Wertigkeit, ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis, intuitive Bedienbarkeit oder innovative Technologien fokussiert. Den Weg zur Elektromobilität hatte dem Konzern zuvor schon Blume-Vorgänger Herbert Diess mit hohem Milliardenaufwand eröffnet. Nicht umsonst: Die ID-Baureihen und ihre Schwestermodelle anderer Konzernmarken zählen europaweit zu den Elektro-Bestsellern.

Neue Serie: Auto-Neuheiten 2026

Regelmäßig erscheinen ab sofort auf tt.com Berichte über wesentliche Auto-Neuheiten 2026, um den Leserinnen und Lesern einen Überblick zu verschaffen.

Diese Front mit Leuchtelementen wird künftig die Elektromodelle von Volkswagen zieren.
© Volkswagen AG

Nach einem Start mit dem e-Up und dem ersten e-Golf geht es nun aber mit aller Macht weiter in den kleineren Klassen. Vier völlig neu entwickelte E-Autos im Kleinwagen- und Kompaktsegment kommen ab 2026 sukzessive auf den Markt und sollen an den Erfolg der jeweiligen Verbrennermodelle anschließen. Modelmäßig wird sich der Kunde dabei gar nicht umstellen müssen: VW gibt einst visionäre Namensgebungen, wie ID 3 oder -4 wieder auf und nennt die nagelneuen Stromer einfach ID.Polo, ID.Polo GTI, ID.Up oder auch ID.Cross. Von diesem wurde schon auf der IAA in München im September eine Studie gezeigt. Vorfreude ist angesagt. Das wohl nicht nur optisch ungemein gelungene Urban-SUV soll laut Volkswagen nämlich schon in vielen Details zu 80 Prozent der Serie entsprechen.

Der ID.Cross wirkt frisch und stämmig zugleich.
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Der gezeigte ID.Cross war 4161 mm lang; dazwischen spannt sich ein Radstand von 2601 mm. In der Breite misst der ID.Cross 1839 mm, in der Höhe 1588 mm.

Die Dimensionen liegen damit auf dem Level des aktuellen T-Cross, der ja schon jetzt im Segment als Quadratur des Kreises gilt, was Fahrzeugdimension und Raumausnutzung betrifft. Der Neue soll nochmals drauflegen: So soll der Fünfsitzer als Elektrofahrzeug zum Raumwunder mit einem Kofferraumvolumen von 450 Litern werden. Zusätzlichen Platz bietet laut VW ein Stauraum unter der Rücksitzbank (38 Liter) und ein Frunk (25 Liter) unter der Fronthaube.

Lounge-Style: Innen wird es noch luftiger, als im bereits geräumigen Verbrenner-Pendant. Dazu finden sich wieder konventionelle Schalter für einzelne Bedienungsschritte.
© Volkswagen

Ein klassenhöheres Raumgefühl erzeugt laut den Wolfsburgern auch die ungewöhnliche Breite des Fahrzeugs und die luftige Gestaltung des Interieurs. So ist der ID.Cross aufgrund seiner kompakten Außendimensionen perfekt auf den Stadtverkehr zugeschnitten. Gleichzeitig ist das Kompakt-SUV wie bereits der aktuelle Verbrenner ein familien- bzw. freizeittauglicher Allrounder, der auch Reisen locker meistert.

Im Innenraum soll es aber auch optisch noch einmal luftiger werden. Volkswagen setzt auf ein harmonisches Zusammenspiel aus Displays mit selbsterklärenden Menüstrukturen, natürlicher Sprachsteuerung und Tasten (!) für Direktfunktionen. Komplett neugestaltet: das Multifunktionslenkrad mit ebenso klarer Tastensteuerung. Große Displays mit bis zu 13 Zoll (ca. 33 cm) werden auf einer Sichtachse Multimedia und den Rest der Bedienung ermöglichen.

Ganz neu auch die MEB-Plattform und der Antrieb. So werden auch elektrische Polos und ID.Cross künftig über die Vorderräder angetrieben. Zwei zentrale Module sind die in das Vorderachssystem integrierte E-Maschine inklusive Leistungselektronik und die flach im Sandwichboden angeordnete Hochvolt-Batterie. Die E-Maschine der Studie entwickelt eine Leistung von 211 PS.

Ein keckes Heck bildet den Abschluss. Hinter der Hecklappe warten 450 Liter Kofferraum plus Stauraum. Unter der Motorhaube schluckt erstmals bei VW ein „Frunk“ mit 25 Liter Volumen die Kabel.
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Die WLTP-Reichweitenprognose für den neuen ID.Cross liegt bei bis zu 420 Kilometern. Zwei weitere Werte sind für E-Bike-Fahrer und Fans kompakter Wohnwagen wichtig: Die Anhängerkupplung ist für eine Stützlast von 75 kg ausgelegt – somit können zwei E-Bikes transportiert werden. Die maximale Anhängelast beträgt bis zu 1200 Kilogramm (gebremst, 8 Prozent Steigung). Einzigartig in diesem Segment.

So könnte dieses talentierte SUV, wie schon jetzt der Verbrenner, sehr vielen gefallen. Über Preise knapp unter 30.000 Euro wird spekuliert. Nach der Präsentation im nächsten Jahr soll der ID.Cross nach dem ID.Polo noch 2026 auf den Markt kommen.

VW-CEO Thomas Schäfer meint es ernst mit der Marke und „will liefern“
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VW macht also nun auch bei den leistbaren Elektrofahrzeugen ab 20.000 Euro (ID.Up) ernst: „Das Ziel für die kommenden fünf Jahre ist klar: Bis 2030 wollen wir uns als technologisch führender Volumenhersteller etablieren. Wir liefern jetzt!“, so VW-CEO Schäfer zu den kommenden Modellen.