Gestrandeter Gast

Rare Mönchsrobbe ruht an Adria-Strand: Aufruf zum Schutz des Tieres

Symbolbild: Mönchsrobben (auf diesem Bild ist eine Hawaiianische Mönchsrobbe abgebildet) gelten als besonders gefährdete Tierart.
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Die streng geschützte Art reagiert äußert empfindlich auf menschliche Nähe und flüchtet bei Störungen sofort ins Meer. Online wurde die Einrichtung einer freiwilligen Bürgerinitiative vorgeschlagen, die den Aufenthaltsort der Robbe überwachen und für Abstand sorgen soll.

Rom – Eine seltene Mönchsrobbe ist am Strand von Numana an der nördlichen Adriaküste Italiens gesichtet worden. Das Tier zog zahlreiche Schaulustige an. NaturschützerInnen und BürgerInnen riefen dazu auf, die Robbe nicht zu stören und ihr Ruhe zu ermöglichen. Nach Angaben von Experten reagiert die streng geschützte Art äußerst empfindlich auf menschliche Nähe und kehrt bei Störungen sofort ins Meer zurück.

In sozialen Netzwerken kursierten am Weihnachtstag neue Videos, die das Tier am Ufer zeigen, gefolgt von einem schnellen Rückzug ins Wasser. Besonders kritisiert wird ein Vorfall in den frühen Morgenstunden, bei dem sich ein Fotograf der schlafenden Robbe genähert haben soll. Daraufhin sei das Tier aufgewacht und ins Meer geflüchtet.

Unterstützung von 1000 Euro in Aussicht

Online wurde die Einrichtung einer freiwilligen Bürgerinitiative vorgeschlagen, die den Aufenthaltsort der Robbe überwachen und für Abstand sorgen soll. Ein Nutzer stellte dafür eine Unterstützung von 1000 Euro in Aussicht, sofern die ungestörte Ruhezeit des Tieres dokumentiert werde.

Auch Behörden und Organisationen zum Schutz der Meeresfauna wurden aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen. Ziel ist es, die für die Adria außergewöhnliche Anwesenheit der Mönchsrobbe zu schützen und eine weitere Störung durch Menschen zu verhindern. (APA)