Olympiasieger 2022

Große Überraschung vor der Tournee: ÖSV-Adler beendet seine Karriere

2024 gewann Daniel Huber die kleine Kristallkugel in der Skiflugwertung.
© APA/AFP/JURE MAKOVEC

Unmittelbar vor Beginn der Vierschanzentournee am Sonntag in Oberstdorf gibt es aus dem ÖSV-Lager einen prominenten Rücktritt zu vermelden.

Innsbruck – Daniel Huber hängt überraschend die Sprungski an den Nagel. Der 32-jährige Salzburger gab als Grund „einen veränderten Fokus, der sich mehr in Richtung Familie und neue Herausforderungen orientiert“ an.

„Skispringen war mein Leben – mit Höhen, Tiefen, Träumen und Momenten, die für immer bleiben. Jetzt ist es Zeit, loszulassen und Platz für Neues zu machen“, schrieb er auf Instagram und bedankte sich bei seinen Fans für die Unterstützung.

Huber feierte drei Einzel-Weltcupsiege, Olympiagold im Team (2022) und gewann 2024 die kleine Kristallkugel im Skifliegen. Ab diesem Zeitpunkt wurde der Höhenflug aber von Verletzungen jäh gestoppt. Nach Operationen an Hüfte und Knie feierte Huber zuletzt im Continental Cup sein Comeback. Der Angriff auf eine Weltcup-Rückkehr blieb aus. (TT.com)

Reaktionen zum Rücktritt

Florian Liegl (Sportlicher Leiter Skispringen und Nordische Kombination): „Ich kann die Entscheidung von Daniel vollkommen nachvollziehen. Trotz seiner Verletzungen war er immer mit Begeisterung und extrem positivem Spirit bei der Sache. Dabei war er stets eine sportliche und persönliche Bereicherung für die Mannschaft.“

Andreas Widhölzl (Cheftrainer Skisprung Herren): „Es ist schade, dass wir mit Daniel einen sehr erfolgreichen Skispringer in unseren Reihen verlieren. Ich bin mir sicher, dass ein weiteres Weltcup-Comeback für ihn möglich gewesen wäre. Klar ist aber auch, dass wir eine extrem hohe Leistungsdichte an der Spitze haben. Insofern ist seine Entscheidung menschlich absolut verständlich.“