Vier Sterne erhalten

Schwaz und Jenbach glänzen: Tirols Gemeinden auf Mobilitätskurs

LR René Zumtobel, Hermann Weratschnig (Schwaz), Robert Kaufmann (Schwaz), Stefan Paregger (Jenbach), Mario Huber (Jenbach), Turgay Kilicer (Jenbach) und Rupert Ebenbichler (GF Energieagentur Tirol. v. l.).
© Blitzkneisser

Kürzlich erhielten 58 Tiroler Gemeinden die begehrten Mobilitätssterne für ihr Engagement in nachhaltiger Mobilität. Besonders stechen dabei die Bezirkshauptstadt Schwaz und die Marktgemeinde Jenbach hervor, die beide mit vier Sternen ausgezeichnet wurden.

Das Landesprogramm „Tiroler Mobilitätssterne“ würdigtzukunftsweisende Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität und zum Klimaschutz. Die Stadtgemeinde Schwaz erhielt vier Sterne. Sie integriert Mobilität fest in ihr "Zukunftsbild Schwaz 2040". Aktuelle Radverkehrsplanungen in Schwaz Ost zeigen ihre strategische Ausrichtung. Auch die Marktgemeinde Jenbach wurde mit vier Sternen prämiert. Der Grund: Sie führte den bedarfsorientierten VVT-RegioFlink ein und schuf eine Begegnungszone.

Landeshauptmann Anton Mattle betonte: „Nachhaltige Mobilität beginnt in den Gemeinden.“ Er hob das Engagement der Kommunen hervor. Sie würden mit Verkehrsberuhigung und sicheren Wegen die Lebensqualität verbessern. Landesrat René Zumtobel erklärte die Bedeutung: „Der Verkehr ist einer der größten Hebel im Klimaschutz.“ Gemeinden könnten hier vielfältig aktiv werden. Ihre Initiativen reduzieren Emissionen und fördern Begegnungen. Dies trägt maßgeblich zum Ziel "TIROL 2050 energieautonom" bei.

Emissionsfreier Individualverkehr als Ziel

Rupert Ebenbichler, Geschäftsführer der Energieagentur Tirol, betonte, der motorisierte Individualverkehr müsse emissionsfrei werden. Dieser mache aktuell 33 Prozent des Endenergiebedarfs Tirols aus. Durch Elektrifizierung könnte der Bedarf bis 2050 um 62 Prozent sinken. Er begrüßte die Zunahme von E-Carsharing-Angeboten in Tirol.

Der Wandel hin zu sanften Mobilitätsformen sei entscheidend. Öffentlicher Verkehr, Radfahren und Zufußgehen stehen dabei im Fokus. Gemeinden fördern dies mit durchgängigen Radrouten und direkten Fußwegverbindungen. Auch verkehrsberuhigte Ortszentren sind wichtig. Eine Mobilitätserhebung 2022 zeigte Potenzial: Fast die Hälfte aller Alltagswege sind kürzer als drei Kilometer. Diese eignen sich gut für aktive Mobilität. Bereits 48 Prozent der Wege werden so zurückgelegt. Das ist eine Steigerung um fünf Prozentpunkte seit der letzten Erhebung.

Das Programm "Tiroler Mobilitätssterne" existiert seit 2009. Es wird alle zwei Jahre verliehen. Ein detaillierter Kriterienkatalog dient als Grundlage. Jede Gemeinde kann bis zu fünf Sterne erhalten. Die Auszeichnung ist Teil von "Tirol mobil". Die Energieagentur Tirol organisiert das Verfahren. Sie betreut auch die Gemeinden. Das Klimabündnis Tirol ist Kooperationspartner.

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