Mehrere Hubschrauber

17-Jähriger stürzte bei Bergtour und verletzte sich: Große Suchaktion im Außerfern

Dunkelheit, steiles Gelände und ein unbekannter Standort machten die Suche nach einem Bergsteiger in Bach zu einer Herausforderung. Auch in Ehrwald musste am Neujahrstag eine Gruppe aus einer alpinen Notlage gerettet werden.

Eine große Suchaktion nach einem 17-jährigen Bergsteiger lief am Neujahrstag im Außerfern. Der Belgier war von Bach aus zu einer Tour auf den Lachenkopf aufgebrochen. Gegen 13 Uhr erreichte er den Gipfel und setzte seine Tour in Richtung Bernhardseckhütte fort. Bei der Eggmähder zweigte er in Richtung Tal ab. Aus unbekannter Ursache kam er vom markierten Weg ab und stürzte oder rutschte etwa 140 Meter ins Modertal. Mit Verletzungen an Knie und Sprunggelenk blieb er in einem Bachbett liegen.

Weil der 17-Jährige sich nicht mehr fortbewegen konnte, setzte er gegen 15.40 Uhr einen Notruf ab. Dabei konnte er laut Polizei allerdings seinen Aufenthaltsort nicht genau angeben. Nach dem Anruf war zudem sein Handy nicht mehr erreichbar. Die Leitstelle Tirol alarmierte sofort die Bergrettung Elbigenalp und die Alpinpolizei Reutte, woraufhin die Suchaktion gestartet wurde.

Nach Einbruch der Dunkelheit setzte die Bergrettung die Suche im schwer zugänglichen Gelände mit Drohnenteams fort. Auch mehrere Hubschrauber standen im Einsatz. Das Team des Notarzthubschraubers war es auch, das den Vermissten kurz nach 18 Uhr ausfindig machen konnte. Er wurde mittels Seilwinde geborgen und ins Krankenhaus Reutte geflogen.

Gruppe verirrte sich bei Bergtour in Ehrwald

Unkomplizierter gestaltete sich die Bergung von einer Gruppe Bergsteigern in Ehrwald. Drei junge Deutsche im Alter von 18 und 20 Jahren wollten am Neujahrstag die Zugspitze besteigen. Die Gruppe wählte die Route, die über die Wiener Neustädter Hütte in Richtung „Stopselzieher“ führt. Während des Aufstiegs schloss sich ein 33-jähriger Slowake, der alleine unterwegs war, der Gruppe an.

Kurz nach dem Passieren der Wiener Neustädter Hütte verloren die Bergsteiger den markierten Weg und folgten stattdessen Trittspuren im Schnee. Wie sie den Einsatzkräften später berichteten, stiegen die vier Männer so insgesamt etwa 300 Meter auf. Schließlich gab es kein Vorankommen mehr. Um wieder abzusteigen, war die Gruppe zu erschöpft. Um 13 Uhr setzte der 33-Jährige einen Notruf ab. Ein Hubschrauber konnte alle vier Bergsteiger unversehrt bergen und ins Tal fliegen. (TT.com)

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