Tiroler Jubel im Rodel-Krimi: Egle/Kipp feierten in Sigulda ihren 16. Weltcupsieg
Das siegreiche Tiroler Kunstbahnrodel-Duo Selina Egle/Lara Kipp baute mit dem bereits 12. Stockerlplatz in Serie die Gesamtführung im Doppelsitzer-Weltcup aus.
Spannend, spannender, Sigulda: Das Drehbuch für den Rodel-Weltcup im tückischen lettischen Eiskanal am Samstag auch ein gewisser Alfred Hitchcock schreiben können. Im Damen-Doppelsitzer holten die Tirolerinnen Selina Egle und Lara Kipp die Kohlen wieder einmal aus dem Feuer.
Die amtierenden Welt- und Europameisterinnen sowie Gesamtweltcupsiegerinnen lagen nach Lauf eins auf Platz zwei und setzten sich mit drei Hundertstel Vorsprung vor Dajana Eitberger und Magdalena Matschina durch. Das deutsche Gespann verlor in der Gesamtwertung an Boden: Durch den zweiten Saisonsieg und den 12. Podestplatz in Serie (!) bauten die Tirolerinnen den Vorsprung auf 30 Punkte aus. Und Egle/Kipp wiederholten auch ihren Sigulda-Sieg aus der Vorsaison.
„Im ersten Lauf haben wir die Startkurve nicht gut erwischt, Wir haben das in der Pause mit den Trainern gut analysiert und es im zweiten zwar nicht perfekt, aber besser gemacht. Der Laufqualität war ähnlich gut, wir waren trotzdem überrascht, dass es sich noch ausgeht und sind mit dem Ergebnis natürlich extrem happy“, atmete Egle erleichtert durch und freute sich über einen perfekten Start ins Olympia-Jahr.
Hochspannung vor Einsitzer-Finale
Im Herren-Doppelsitzer waren indes Yannick Müller/Armin Frauscher beim Heimsieg der Letten Sevics-Mikelsevics/Krasts auf Platz vier die besten Österreicher. Thomas Steu/Wolfgang Kindl (7.) und Juri Gatt/Riccardo Schöpf (8.) folgten. „Unter dem Strich sind wir nicht unzufrieden, auch wenn der vierte Platz immer ein wenig undankbar ist“, betonte Frauscher.
Im Einsitzer fällt die Entscheidung erst am Sonntag. Nach dem ersten Lauf liegt die Stubaierin Lisa Schulte (2.) nur ein Tausendstel hinter der führenden Deutschen Julia Taubitz. Auch bei den Herren könnte es spannender wahrlich nicht sein: Der Stubaier Nico Gleirscher (2./19 Tausendstel) und der Vorarlberger Jonas Müller (3./38 Tausendstel) sind hinter Felix Loch (GER) in Lauerstellung.
Selbst der Fünfte David Gleirscher liegt nur zehn Hundertsel zurück. Am Sonntag nicht dabei: der glimpflich gestürzte Kindl. „Es wird unglaublich spannend! Wir haben uns eine super Ausgangsposition geschaffen und werden wir wieder voll angreifen“, verspricht Nico Gleirscher, der in der vergangenen Saison in Sigulda gewonnen hatte. (TT.com)