Kältewarnung ausgegeben

Bis zu minus 15 Grad in Tirol erwartet: Land weist auf Kälte-Hotline hin

Eiseskälte herrscht in den kommenden Tagen in Tirol. Lebensgefährliche Temperaturen für Menschen, die im Freien übernachten. (Archivbilder)
© imago/Wagner, Hammerle

Bis Mitte der Woche herrscht strenger Frost, was in den Nächten vor allem für obdachlose Menschen lebensgefährlich sein kann.

Innsbruck – Eine orange Kältewarnung hat die GeoSphere Austria für die kommenden Tage in Tirol ausgegeben. Das Land Tirol nimmt dies zum Anlass, um die Bevölkerung zu sensibilisieren. „Es ist Winter und im Winter kann es in Tirol durchaus kalt werden. Jedoch liegt eine vergleichbare Wetterlage mit einem solchen Kaltluftvorstoß bereits einige Jahre zurück“, erklärt Elmar Rizzoli, Leiter des Krisen- und Katastrophenzentrums, in einer Aussendung am Sonntag. Laut GeoSphere soll zum Teil Wind die Kälte noch zusätzlich verschärfen.

Eine vergleichbare Wetterlage mit einem solchen Kaltluftvorstoß liegt bereits einige Jahre zurück.
Elmar Rizzoli, Leiter des Tiroler Krisenzentrums

Aktuellen Prognosen zufolge ist vor allem Nordtirol – besonders höhere Täler – betroffen: In der Nacht von Sonntag auf Montag ist bei klarer Nacht verbreitet strenger Frost mit bis zu -15 Grad Celsius zu erwarten. In höheren Tälern kann es sogar noch etwas kälter werden. In Osttirol dürfte die Kälte aufgrund dichterer Bewölkung etwas weniger stark ausgeprägt sein.

Die GeoSphere Austria betont, dass der weitere Temperaturverlauf von der Tiefdruckentwicklung im Süden abhängt und noch unsicher ist. Nach derzeitigem Stand dürften bis inklusive Donnerstag weitere Nächte mit strengem Frost bevorstehen. Die Temperaturen kommen tagsüber auch bei sonnigem Wetter kaum über -5 Grad in den Niederungen hinaus.

Hinweis auf Kälte-Hotline der TSD

Vonseiten des Landes wird einmal mehr auf die Kälte-Hotline der Tiroler Soziale Dienst (TSD) verwiesen: Unter der Nummer 0512 21447 kann diese erreicht werden, um für Personen, die im Freien übernachten, Hilfe zu organisieren. Es können sowohl bedürftige Menschen als auch besorgte BürgerInnen Kontakt aufnehmen, um Hilfe anzufordern oder auf Notlagen hinzuweisen. „Bei solchen Temperaturen kann die Nacht im Freien lebensgefährlich sein“, so Elmar Rizzoli. In der Landeshauptstadt bieten auch die Notschlafstellen der TSD und des Roten Kreuzes sowie der Kältebus der TSD Hilfe und einen warmen Platz für obdachlose Menschen. (TT.com)

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