Zehntausende Haushalte betroffen: Stromausfall in Berlin mit Brandsätzen verursacht
Ein großflächiger Stromausfall im Südwesten der deutschen Hauptstadt Berlin mit zehntausenden betroffenen Haushalten ist nach Angaben von Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) mit Brandsätzen verursacht worden. Es handle sich eindeutig um eine Vorsatzhandlung, sagte sie am Sonntag. Die betroffene Brücke am Teltowkanal, an der fünf Hochspannungs- und zehn Mittelspannungskabel zerstört worden seien, sei "mit Brandsätzen versehen worden".
Rund 7000 von dem Stromausfall betroffene Haushalte werden unterdessen seit Sonntagfrüh wieder mit Elektrizität versorgt. Damit waren noch rund 38.000 Haushalte und mehr als 2000 Gewerbekunden nicht wieder am Netz. Der Betreiber Stromnetz Berlin geht weiterhin davon aus, dass erst am Donnerstagnachmittag wieder alle Betroffenen mit Strom versorgt werden können.
Kein Strom seit Samstagfrüh
Der Stromausfall dauert seit Samstagfrüh an. Da hatte ein Brand an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal zum Kraftwerk Lichterfelde wichtige Leitungen beschädigt. Die Polizei ermittelt, dem für politische Straftaten zuständigen Staatsschutz lag ein Bekennerschreiben vor, das auf Echtheit geprüft wurde. (APA/dpa)