Hintergründe unklar

Granate bei Synagoge in Wien gefunden: Verfassungsschutz ermittelt

Einsatzkräfte der Polizei in der Tempelgasse im 2. Wiener Gemeindebezirk, wo eine Granate entdeckt wurde.
© APA/Slovencik

Das Sprenggeschoss war in einer Tasche in der Nähe abgestellt. Noch ist nicht klar, ob ein terroristischer Hintergrund vorliegt. Bekennerschreiben oder andere Hinweise lagen vorerst nicht vor.

Wien – In der Nähe der Synagoge in der Tempelgasse in Wien-Leopoldstadt ist am Sonntag eine Granate gefunden worden. Das Sprenggeschoss befand sich in einer Tasche, die in einem Hauseingang gegenüber der Synagoge abgestellt war, wie die Polizei erklärte. Die Granate wurde vom Entschärfungsdienst abtransportiert und wird nun untersucht, hieß es. Der Verfassungsschutz sei informiert. Konkrete Drohungen gegen die Synagoge würden nicht vorliegen.

Die jüdische Synagoge in der Tempelgasse in Wien-Leopoldstadt.
© APA/Slovencik

Die Tasche war am Sonntag laut Polizei von einem Mitarbeiter der Synagoge entdeckt worden. Nachdem er die Granate darin gesehen hatte, informierte er die Polizei, die mit dem Entschärfungsdienst anrückte. Nun werde untersucht, ob es sich bei dem Geschoss um ein Kriegsrelikt bzw. um welche Granate es sich handelt, so die Sprecherin. Auch werde die Videoüberwachung ausgewertet. Ein Drohschreiben oder ein Hinweis, dass das Ziel der abgelegten Granate die Synagoge sei, gebe es bisher nicht. Wegen der Nähe zur Synagoge sei der Verfassungsschutz eingeschaltet worden. (APA)