Insolvenzverfahren droht

Clubführung unter Untreueverdacht: Ermittlungen rund um Zweitligist Austria Klagenfurt

Die Spieler von Austria Klagenfurt stehen vor einer ungewissen Zukunft.
© GEPA pictures/ David Geieregger

Klagenfurt – Dem Fußball-Zweitligisten Austria Klagenfurt stehen turbulente Tage ins Haus: Medienberichten zufolge könnte bald ein Insolvenzverfahren eröffnet werden. Laut Kleine Zeitung soll die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) wegen ausstehender Beiträge einen Antrag eingebracht haben. Hinzu kommen strafrechtliche Ermittlungen gegen Zeljko Karajica, derzeit Geschäftsführer von Austria Klagenfurt, sowie auch gegen dessen Bruder Tomislav, bestätigte die Staatsanwaltschaft.

Laut Sprecher Markus Kitz von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt geht es bei den Ermittlungen, die aufgrund mehrerer anonymer Anzeigen schon seit Monaten laufen, um den Verdacht der Untreue, aber auch möglicherweise um Betrug, betrügerische Krida und Sponsorengelder, die nicht rechtmäßig verwendet worden sein sollen. Die Kronen Zeitung hatte bereits darüber berichtet.

Abgesehen von den Ermittlungen geht es dem Club offenbar auch finanziell wieder nicht gut. Ein Insolvenzverfahren droht, weil die ÖGK ausstehende Beiträge nicht erhalten haben soll. Eine Frist soll laut Medienberichten in der Nacht auf Dienstag verstrichen sein. Auch Forderungen von Austria-Spielern seien noch nicht vom Club beglichen worden. (APA)