Nach Brandanschlag

Mega-Blackout in Berlin geht zu Ende: Stromversorgung wieder angelaufen

Tagelang war es in zehntausenden Berliner Wohnungen dunkel und kalt. Am Mittwoch soll der Strom wieder fließen.
© APA/AFP/RALF HIRSCHBERGER

Berlin – Fünf Tage nach dem großflächigen Stromausfall in Berlin ist die Stromversorgung für das betroffene Gebiet wieder angelaufen. Schrittweise sollten in den nächsten Stunden sämtliche Haushalte wieder Strom haben, teilte ein Sprecher der landeseigenen Netzgesellschaft Stromnetz Berlin mit. Infolge des seit Samstag andauernden Stromausfalls nach einem Brandanschlag waren rund 19.900 Haushalte und 850 Gewerbebetriebe ohne Strom.

Der Betreiber teilte mit, bis alle Betroffenen wieder am Netz seien, dauere es voraussichtlich bis Donnerstagnachmittag. Nach Zahlen von Stromnetz Berlin konnten bis Mittwochfrüh weitere rund 2000 Haushalte sowie 100 Gewerbebetriebe wieder mit Strom versorgt werden. Der Betreiber bat zudem alle Menschen, die in der Zwischenzeit Strom haben, „den Stromverbrauch erst einmal auf ein unbedingt notwendiges Minimum zu beschränken.“

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Keine E-Autos laden

So sollten etwa Geräte wie Waschmaschinen oder Trockner zunächst nicht genutzt werden. „Auch das Laden von Elektro-Fahrzeugen über die heimische Wallbox soll erst einmal unterbleiben“, wie es hieß. Dafür sollten Ladepunkte außerhalb der betroffenen Stadtteile genutzt werden.

Durch einen mutmaßlich linksextremistisch motivierten Brandanschlag auf eine Kabelbrücke im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf sind ganze Viertel im Südwesten der deutschen Hauptstadt seit Tagen bei eisigen Temperaturen ohne Strom. Samstagfrüh waren zunächst 45.000 Haushalte und 2200 Unternehmen ohne Strom. (APA, dpa)

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