Festspiele Erl: Jonas Kaufmanns zweiter Winter bricht Rekorde
Mit 8000 Besucherinnen und Besuchern und einer Auslastung von 97 Prozent ziehen die Tiroler Festspiele Erl eine mehr als positive Bilanz ihrer Wintersaison 2025/26. Der Schwerpunkt auf Belcanto-Opern erwies sich als Publikumsmagnet.
Die Tiroler Festspiele Erl haben die am Dreikönigstag zu Ende gegangene Wintersaison 2025/26 mit einem deutlichen Besucherzuwachs abgeschlossen. 8000 Besucherinnen und Besucher wurden bei den 13 Veranstaltungen gezählt. Das entspricht einer Auslastung von 97 Prozent. Im Vorjahr wurden 7600 Tickets abgesetzt.
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Der programmatische Schwerpunkt lag in diesem Winter auf der Belcanto-Oper. Zur Aufführung kamen eine szenische Neuproduktion von Donizettis „Lucia di Lammermoor“ unter der Regie von Louisa Proske sowie eine konzertante Version von Bellinis „La sonnambula“. In den Hauptrollen waren unter anderem die Sopranistinnen Sara Blanch und Jessica Pratt sowie Tenor Levy Sekgapane zu hören.
Neben den Opern umfasste das Programm Orchesterkonzerte, darunter das traditionelle Weihnachtsoratorium, ein Neujahrskonzert und das Abschlusskonzert mit Beethovens 9. Symphonie. Weiters kamen die „Geistervariationen“ der Musicbanda Franui zur Uraufführung.
Da Chefdirigent Asher Fisch seine Teilnahme verletzungsbedingt absagen musste, wurden die Dirigate von verschiedenen Gastdirigenten übernommen.
Intendant zieht positive Bilanz
Intendant Jonas Kaufmann zeigte sich begeistert: „Ich freue mich sehr über die außerordentlichen künstlerischen Leistungen und über die begeisterte Resonanz. Es zeigt sich, dass wir mit unserem Belcanto-Schwerpunkt im Winter offenbar genau ins Schwarze getroffen haben.“ Der Erfolg, so Kaufmann weiter, spreche sich herum und sei dem gesamten Team auf und hinter der Bühne zu verdanken. (TT)