ORF warnt vor Fake-Ticket-Shops für den Eurovision Song Contest in Wien
Kurz vor dem offiziellen Ticket-Verkaufsstart für den Songcontest sind mehrere gefälschte Verkaufsplattformen im Umlauf. KäuferInnen sind dazu angehalten, keinen verlockend guten Angeboten zu trauen.
Wien – Großevents wie der Eurovision Song Contest (ESC) bieten nicht nur MusikerInnen, sondern auch BetrügerInnen eine Bühne. Kurz vor dem offiziellen Ticket-Verkaufsstart für den ESC sind immer mehr Fake-Seiten im Umlauf.
Die Veranstalter EBU und ORF sowie das Innenministerium, die Stadt Wien und die Seite „Watchlist Internet“ warnen vor ebendiesen Seiten – auch wenn die Angebote für Karten auf den ersten Blick verlockend wirken.
Offiziell kann man nämlich vorerst keine Tickets mehr erwerben. Eine Registrierung für den Kauf war bis 18. Dezember auf den offiziellen Plattformen eurovision.com und oeticket.com möglich. Wer diese Frist verpasst hat, kann in der ersten Verkaufswelle am 13. Jänner keine Karten erwerben.
Betrug durch gefälschte Internetseiten
Laut einem Beitrag des ORF bauen BetrügerInnen häufig täuschend echte Kopien der offiziellen Ticket-Webseiten nach. Wenn KäuferInnen zahlen, erhalten sie entweder gar kein Ticket oder eine Fälschung, die den Traum vom ESC-Besuch vor den Eingangstoren zerplatzen lässt. Ebenso sollte man Mails von angeblichen OrganisatorInnen ignorieren, die Gewinne oder Last-Minute-Tickets versprechen. Dabei handele es sich um Phishing-Mails.
Ist das Ticket einmal in der Hand, wird außerdem empfohlen, keine Selfies damit zu machen und diese online zu posten. Der abgedruckte QR-Code könnte kopiert und gefälscht werden. Ein weiteres Problem sei das sogenannte Quishing – dabei überkleben Kriminelle echte QR-Codes auf Info-Plakaten mit eigenen Stickern. Ein harmloser Scan der vermeintlichen ESC-Information führt auf gefälschte Seiten, die sensible Daten stehlen. Mit einem kurzen Fühl-Test kann man Aufkleber erkennen.
Neue Form des Enkeltricks
Künstliche Intelligenz (KI) macht vieles möglich, unter anderem können BetrügerInnen damit die Stimmen von Angehörigen nachahmen. Dies könnte laut ORF vor allem während der Show-Wochen von 12. bis 16. Mai gefährlich werden. Anrufe wie „Mama, ich bin beim ESC und habe meinen Geldbeutel verloren, ich brauche sofort Geld!“ könnten sich in diesem Zeitraum häufen. (TT.com)
Meldestelle für Verdacht auf Ticket-Betrug
Verdächtige E-Mails oder Webseiten rund um den ESC-Ticketverkauf können an den ORF gesendet werden: esc-cybersecurity@orf.at
Zur Meldung einer Straftat kann jede Polizeidienststelle kontaktiert werden oder online die Meldestelle gegen Internetkriminalität des Bundeskriminalamts unter against-cybercrime@bmi.gv.at
Mehr Informationen gibt es auf der Seite von Watchlist Internet.