Christbäume als Snack: Nicht verkaufte Tannen landen im Futtertrog im Alpenzoo
Während sich viele Menschen nach den Feiertagen eine Diät verschreiben, hat das große Weihnachts-Fressen für die Tiere im Alpenzoo gerade erst begonnen.
Innsbruck – Die Christbäume haben ihren Dienst in den Wohnzimmern der TirolerInnen erfüllt und landen nun vor den Haustüren, wo sie gegebenenfalls zu Hackschnitzel oder Brenngut weiterverarbeitet werden. Für jene Bäume, die erst gar nicht verkauft wurden, hat man im Innsbrucker Alpenzoo eine besondere Verwendung: Sie landen in den Futtertrögen der Tiere und enden dort als Leckerbissen. „Die Bäume dienen als schmackhafte Ergänzung zum täglichen Futter, liefern wertvolle Ballaststoffe und sorgen zusätzlich für Beschäftigung und Abwechslung im Gehege“, heißt es aus dem Alpenzoo.
Mit dem eigenen Christbaum unter dem Arm zu den Tieren spazieren darf man deswegen aber nicht. Verfüttert werden ausnahmslos nur jene Tannen, die direkt von HändlerInnen stammen und nicht verkauft worden sind. Zu groß wäre das Risiko für die Gesundheit der Tiere, informiert man im Alpenzoo. „Christbäume aus Privathaushalten können nicht angenommen werden, da sie häufig mit Kerzenwachs, Lametta, Sprays oder anderen Rückständen belastet sind, die ein Gesundheitsrisiko für die Tiere darstellen könnten.“
Verteilt liegen die Bäume in verschiedenen Gehegen. Die Steinböcke und Gämsen scheinen besonders Gefallen an den „Gutsis“ gefunden zu haben. Und die „ungeliebten“ Christbäume erfüllen einen nachhaltigen und sinnvollen Zweck, freut sich die Zoo-Belegschaft: „Und unsere Tiere genießen eine natürliche, sichere und schmackhafte Ergänzung in ihrem Winteralltag.“ (TT)