Feuerinferno von Crans Montana

Brandkatastrophe in der Schweiz: Bar-Betreiber räumt verschlossene Tür ein

Die Ermittlungen in der Bar „Constellation“ dauern weiter an.
© AFP/Schmid

Crans-Montana/Genf – Nach der verheerenden Brandkatastrophe bei einer Silvester-Party im Schweizer Skiort Crans-Montana hat der Betreiber der Bar angegeben, dass eine "Servicetür" von innen verschlossen gewesen sei. Bei seiner Vernehmung am Freitag durch die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis erklärte der Mann laut französischen und Schweizer Medienberichten, er habe diese Tür nach dem Brand von außen aufgebrochen, weil sie "von innen verriegelt" gewesen sei.

Der Betreiber gab demnach gegenüber den Ermittlern an, es habe sich um eine "Servicetür" gehandelt, die "nicht als Notausgang gekennzeichnet" war. An der Tür hätten mehrere Menschen reglos gelegen. Ermittler vermuten, dass die Katastrophe durch an Flaschen befestigte Wunderkerzen ausgelöst wurde, die der Decke zu nahe kamen. Der Unternehmer gab den Berichten zufolge an, den schalldämpfenden Schaum an der Decke selbst in einem Baumarkt gekauft und installiert zu haben.

Bei dem Feuer in der Bar "Le Constellation" waren in der Silvesternacht 40 Menschen ums Leben gekommen und 114 Menschen teils schwer verletzt worden. Gegen das französische Betreiber-Ehepaar wird wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und Körperverletzung ermittelt. Der Mann wurde nach dem Verhör wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft genommen. (APA/AFP)

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