Konkurrenz für Netflix

Start von HBO Max in Österreich: Was kann der neue Streamingdienst?

HBO Max ist ab 13. Jänner auch in Österreich abrufbar.
© IMAGO/Zoonar.com/Rafael Henrique da Silva

Der Streamingmarkt bleibt in Bewegung: Mit HBO Max startet am kommenden Dienstag, 13. Jänner, ein weiterer Anbieter. Kann er es mit Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video aufnehmen? Das Angebot im Überblick.

Wer steckt hinter dem neuen Streamingdienst?

HBO Max ist Teil des US-Medienkonzerns Warner Bros. Discovery. Dazu gehören unter anderem das Filmstudio Warner Bros., der Streamingdienst Discovery+, Nachrichtennetzwerke wie CNN, Sender wie HBO und Eurosport sowie das Comic-Universum DC Comics.

In den USA ist HBO Max bereits seit 2020 verfügbar. Nun folgt der Start in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein. In Großbritannien und Irland ziehen Anfang März nach. Derzeit hat die Plattform weltweit etwa 128 Millionen Abonnentinnen und Abonnenten.

Die Mafia-Serie „The Sopranos“ setzte Maßstäbe: Bei HBO Max wird sie abrufbar sein.
© Mary Evans Picture Library via www.imago-images.de

Welche Inhalte gibt es zum Start – und welche folgen?

Der US-Pay-TV-Sender HBO (Home Box Office) steht seit Jahrzehnten für hochwertige und vielfach preisgekrönte Serienproduktionen. Zum Angebot zählen Klassiker und aktuelle Erfolge wie „Die Sopranos“, „Game of Thrones“, „Succession“, „The White Lotus“, „Euphoria“ oder „The Last of Us“.

Darüber hinaus sind Comedy-Serien wie „Friends“ und „The Big Bang Theory“ abrufbar – und Filme der Warner-Bibliothek – darunter „Superman“, „The Batman“, „Dune“ und die „Harry-Potter“-Reihe – sowie Horrorfilme wie „Weapons“.

Die deutsche Serie „Banksters“ startet am 20. Februar.
© Anne Wilk

Zu den Serien-Highlights zum Start zählen unter anderem:

  • „The Pitt“: Die mit mehreren Emmys ausgezeichnete Serie schildert eine 24-Stunden-Schicht in einer fiktiven Traumaklinik in Echtzeit. Zum Österreich-Start am 13. Jänner sind sowohl die erste als auch direkt die zweite Staffel verfügbar.
  • „A Knight of the Seven Kingdoms“: Der zweite „Game of Thrones“-Ableger führt zurück nach Westeros. Die sechsteilige Serie über die Abenteuer von Ritter Sir Duncan dem Großen startet am 19. Jänner. Das Prequel „House of the Dragon“ geht im Sommer in die dritte Staffel.
  • „Heated Rivalry“: Die kanadische Serie über die Liebesgeschichte zweier Eishockeyspieler sorgte in den USA für Aufsehen. Für die zweite Staffel hat Popstar Miley Cyrus bereits angekündigt, einen Song beisteuern zu wollen. Die sechs Episoden starten am 6. Februar.
  • „Banksters“: Die deutsche Serie über einen Banklehrling, der auf kriminelle Abwege gerät, startet am 20. Februar.

Im Herbst folgt außerdem die achtteilige Vorgeschichte zum Gangster-Drama „4 Blocks“: In „4 Blocks Zero“ steht die Jugend von Clanboss Toni Hamady im Mittelpunkt, gespielt von Nachwuchsschauspieler Tareq Nassery.

„The Batman“ gehört zum Spielfilm-Angebot des neuen Streamingdienstes.
© IMAGO/Jonathan Olley

Bietet der Dienst auch Sport an?

Sportfans erhalten ab dem 6. Februar Zugriff auf die Wettbewerbe der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina. Rechteinhaber ist Eurosport, das ebenfalls zu Warner Bros. Discovery gehört. Die Winterspiele sind allerdings auch im ORF zu sehen.

Was kostet ein Abo?

Das günstigste Abo kostet 5,99 Euro pro Monat. Wer werbefrei streamen und Inhalte herunterladen möchte, zahlt 11,99 Euro monatlich.

Das Premium-Abo um 16,99 Euro pro Monat bietet zusätzliche parallele Streams, eine höhere Bildqualität (4K UHD) sowie eine höhere Anzahl an Downloads.

Ein optionales Sportpaket (unter anderem mit der Tour de France, Wintersport und den Australian Open) ist für zusätzliche 3 Euro monatlich erhältlich. Die Olympischen Winterspiele sind für alle Abonnentinnen und Abonnenten ohne Aufpreis verfügbar.

Nach einem Jahr steigen die Preise jeweils um einen Euro pro Monat. Alle Abos sind monatlich kündbar.

Wie empfange ich HBO Max?

HBO Max ist über den Browser unter hbomax.com sowie über alle gängigen Appstores verfügbar. Zudem kann der Dienst über zahlreiche Smart-TV-Systeme und Streaming-Geräte wie Google Chromecast, Amazon Fire TV, Apple TV oder Roku genutzt werden.

Was bedeutet die Bieterschlacht um den Mutterkonzern Warner Bros. Discovery für den neuen Dienst?

Warner Bros. Discovery selbst ist derzeit Gegenstand von Übernahmegesprächen. Medienkonzerne wie Paramount und Netflix haben Interesse an dem Hollywood-Unternehmen. Der Vorstand von Warner Bros. Discovery rät seinen Aktionären aktuell zu einem Deal mit Netflix. Paramount gibt sich derzeit aber nicht geschlagen.

Welche Auswirkungen eine mögliche Übernahme auf HBO Max und andere Dienste hätte, ist derzeit offen. Der Prozess würde voraussichtlich ohnehin mehr als ein Jahr in Anspruch nehmen. (APA, TT)

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