Einsparungen nötig

Schließung vom Tisch, aber Umzug des Imster Jugendzentrums regt auf

Eine Schließung des JZI konnte abgewendet werden.
© Parth

Das Imster Jugendzentrum stand kurzzeitig vor dem Aus. Mittlerweile scheint die Schließung vom Tisch, doch ein Umzug bleibt nicht erspart.

Imst – Die Vorsitzende des Imster Jugendausschusses, Gemeinderätin Pia Walser, stellt es sich so vor: „Zunächst heißt es Aufputz-herrichten und am 8. Feber die Buabefasnacht gut über die Bühne bringen. Dann, im März, feiern wir den Umzug in die neuen Räume des Jugendzentrums.“ Wo diese sind, ist allerdings noch unklar.

Unter der Leitung von Philipp Scheiring-Ochsenreiter hatte sich das Jugendzentrum Imst, JZI, als „Sprachrohr für die Imster Jugend“ etabliert. Zusammen mit dem InfoEck des Landes bespielte man stattliche 300 Quadratmeter mit Billardtisch, Tischfußballraum und zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen. Über die Jahre wurde schließlich auch die MoJa, mobile Jugendarbeit, für die Imster Kids politisch erkämpft. Diese erhielt ein Büro im Imster Vereinshaus. Ihr Aufgabengebiet liegt im Aufsuchen der Jugend-Spots und ist unabhängig vom Jugendzentrum zu sehen. „Schon bei der Entwicklung des JZI-Konzeptes 2014 stand fest, dass es mit der Zeit angepasst wird“, bestätigt Bürgermeister Stefan Weirather.

Einsparungen nötig

Mehr als zehn Jahre später sind Einsparungen unvermeidlich, zwischenzeitlich drohte sogar die Schließung des JZI. „Die relativ hohen Mietkosten ließen uns nach alternativen Räumen Ausschau halten“, sagt Pia Walser: „Die Mietersparnis könnte einem Skaterpark zugutekommen.“ Sie freut sich darüber, dass eine Schließung des JZI inzwischen vom Tisch ist. Erfreulich ist für sie auch, dass eine Mitarbeiterin aus dem Mutterschutz zurückkommt. „Damit sind wir mit zwei Mitarbeiterinnen wieder vollzählig und können unser Angebot für die Jugend aufrechterhalten.“

Im März steht dem JZI-Team ein Umzug bevor.
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Kritik übt der Noch-Vermieter Hans Strobl: „Nachdem vor zwei Jahren das InfoEck ausgezogen ist, hätte die Stadt leicht einen Untermieter finden und sich Mietkosten sparen können. Das hat man schlicht verschlafen.“ Als Vermieter müsse er die Entscheidungen der Stadt akzeptieren: „Nach der Kündigung des Mietvertrags im September haben wir reagiert und bereits neu vermietet.“

Als Budgetverantwortlicher sieht Bürgermeister Weirather die Causa etwas gelassener, schließlich seien alle Ressorts dazu aufgerufen gewesen, Einsparungen zu machen: „Wir investieren viel z. B. in Sportanlagen und in das Vereinswesen, wo die meisten Jugendlichen Anschluss finden. Das Jugendzentrum fängt diejenigen auf, die sich im Vereinsleben nicht zu Hause fühlen.“ Gemeinderätin Walser lässt gerade vom Stadtbauhof zwei alternative kleinere Räumlichkeiten prüfen: „Adap­tierungen müssen in jedem Fall gemacht werden.“

Standort bis März fix

Wohin die Reise gehen könnte, verrät Walser noch nicht, schließt aber den Postplatz als neuen Standort aus. Die Location sei nicht geeignet und man wolle keinen „Brennpunkt“ errichten. Ihre Botschaft ist klar: Bis März liegt ein Umzugsbeschluss vor.

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