„One Battle after Another“, „Marty Supreme“ und Co.: Das sind die Gewinner der Golden Globes
Paul Thomas Andersons Politthriller „One Battle After Another“ war mit vier Auszeichnungen der Sieger des Abends. Auch Timothée Chalamet durfte sich über die begehrte Trophäe freuen. Leonardo DiCaprio ging indes wieder leer aus.
Hollywood – Der schräge, schwarzhumorige Politthriller „One Battle After Another“ von Regisseur Paul Thomas Anderson hat bei den Golden Globes vier Trophäen abgeräumt. Mit einem Star-Aufgebot rund um Leonardo DiCaprio, Sean Penn und Teyana Taylor erzählt Anderson die Geschichte militanter linker Aktivisten, angeführt vor allem von selbstbewussten schwarzen Frauen. „One Battle After Another“ holte den Top-Globe als beste Komödie, für Regie, für das beste Drehbuch und für Nebendarstellerin Taylor. Der Film war mit neun Nominierungen als Favorit ins Rennen gezogen.
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In der Drama-Sparte setzte sich „Hamnet“ von Regisseurin Chloé Zhao als bestes Filmdrama unter anderem gegen „Frankenstein“, „Ein einfacher Unfall“ und „Sentimental Value“ durch. Die irische Schauspielerin Jessie Buckley, die in „Hamnet“ die Frau von William Shakespeare spielt, die gemeinsam den Tod ihres Sohnes Hamnet verarbeiten müssen, gewann mit ihrer bewegenden Darstellung ihren ersten Golden Globe.
Timothée Chalamet und Rosa Byrne ausgezeichnet
Timothée Chalamet gewann indes mit seiner fünften Golden- Globe-Nominierung zum ersten Mal die begehrte Trophäe. Der 30-Jährige erhielt den Preis in der Sparte bester Hauptdarsteller in einer Komödie/Musical für seine Rolle als ambitionierter Tischtennisspieler in der Tragikomödie „Marty Supreme“. Sein Vater habe ihm beigebracht, immer dankbar zu sein, für das, was man habe, sagte Chalamet in seiner Dankesrede.
Die GewinnerInnen– Kino
Bester Film – Drama
- „Hamnet“
Bester Film – Komödie/Musical
- „One Battle After Another“
Beste Regie
- Paul Thomas Anderson – „One Battle After Another“
Bester Hauptdarsteller – Drama
- Wagner Moura – „The Secret Agent“
Beste Hauptdarstellerin – Drama
- Jessie Buckley – „Hamnet“
Bester Hauptdarsteller – Komödie/Musical
- Timothée Chalamet – „Marty Supreme“
Beste Hauptdarstellerin – Komödie/Musical
- Rose Byrne – „If I Had Legs I'd Kick You“
Bester Nebendarsteller
- Stellan Skarsgård – „Sentimental Value“
Beste Nebendarstellerin
- Teyana Taylor – „One Battle After Another“
Bestes Drehbuch
- Paul Thomas Anderson – „One Battle After Another“
Beste Filmmusik
- Ludwig Göransson – „Blood & Sinners“
Bester Filmsong
- „Golden“ – aus „KPop Demon Hunters“
Bester Animationsfilm
- „KPop Demon Hunters“
Bester fremdsprachiger Film
- „The Secret Agent“ (Brasilien)
Cinematic and Box Office Achievement
- „Blood & Sinners“
Das habe ihm in der Vergangenheit dabei geholfen, wenn er bei Preisverleihungen leer ausgegangen war. Umso „süßer“ sei nun dieser Moment. Bei der 83. Globe-Verleihung setzte sich Chalamet gegen George Clooney („Jay Kelly“), Leonardo DiCaprio („One Battle After Another“), Ethan Hawke („Blue Moon“), Lee Byung-Hun („No Other Choice“) und Jesse Plemons („Bugonia“) durch.
Die australische Schauspielerin Rose Byrne gewann den Golden Globe als beste Hauptdarstellerin in einer Komödie. Die 46-Jährige wurde für ihre Rolle als überforderte Mutter in dem Comedy-Drama „If I Had Legs I'd Kick You“ geehrt. Sie setzte sich gegen fünf Mitstreiterinnen durch, darunter Hollywood-Stars wie Cynthia Erivo (39, „Wicked: Teil 2“), Kate Hudson (46, „Song Sung Blue“) und Emma Stone (37, „Bugonia“).
Wagner Moura und Jessie Buckley beste Drama-Darsteller
Der Brasilianer Wagner Moura gewann den Golden Globe als bester Hauptdarsteller in einem Drama. Der 49-Jährige überzeugte mit seiner Rolle in dem Thriller „The Secret Agent“. Er setzte sich unter anderem gegen Joel Edgerton („Train Dreams“), Oscar Isaac („Frankenstein“), Dwayne Johnson („The Smashing Machine“) und Michael B. Jordan („Blood & Sinners“) durch.
Stellan Skarsgård und Teyana Taylor beste Nebendarsteller
Der schwedische Schauspieler Stellan Skarsgård sicherte sich den Golden Globe als bester Nebendarsteller. Der 74-Jährige überzeugte in dem Familiendrama „Sentimental Value“ des Norwegers Joachim Trier in der Rolle eines Vaters, der von seinen Töchtern entfremdet ist. Mit ihm waren Benicio Del Toro („One Battle After Another“), Jacob Elordi („Frankenstein“), Paul Mescal („Hamnet“), Sean Penn („One Battle After Another“) und Adam Sandler („Jay Kelly“) im Rennen.
Er habe sich für zu alt gehalten, um zu gewinnen, sagte Skarsgård in seiner Dankesrede. Er sei froh darüber, dass ein kleiner norwegischer Film ohne ein großes Budget diese Aufmerksamkeit bekomme.
Den Golden Globe als beste Nebendarstellerin gewann die US-Schauspielerin Teyana Taylor. Die 35-Jährige überzeugte mit ihrer Rolle als militante Aktivistin in dem Politthriller „One Battle After Another“ von Regisseur Paul Thomas Anderson. Mit ihr waren Emily Blunt („The Smashing Machine“), Elle Fanning („Sentimental Value“), Ariana Grande („Wicked: Teil 2“), Inga Ibsdotter Lilleaas („Sentimental Value“) und Amy Madigan („Weapons - Die Stunde des Verschwindens“) nominiert. Die Sängerin und Schauspielerin Taylor zeigte sich sichtlich überrascht - sie erhielt die Trophäe prompt mit ihrer ersten Globe-Nominierung überhaupt.
Globe für nicht-englischsprachigen Film geht nach Brasilien
Der brasilianische Film „The Secret Agent“ wurde als bester nicht-englischsprachiger Film ausgezeichnet. Es waren unter anderem auch das im Iran spielende Politikdrama „Ein einfacher Unfall“ (Frankreich) von Regisseur Jafar Panahi, „The Voice of Hind Rajab“ (Tunesien), „Sentimental Value“ (Norwegen) und „Sirât“ (Spanien) nominiert.
Der schwedische Filmkomponist Ludwig Göransson gewann mit dem Soundtrack des Films „Blood & Sinners“ einen Golden Globe. Der 41-Jährige setzte sich unter anderem gegen den Franzosen Alexandre Desplat („Frankenstein“) und den Briten Jonny Greenwood („One Battle After Another“) durch.
Vorgeschmack auf die Oscars
Mit dem Globe-Sieg dürften „One Battle After Another“ und „Hamnet“ nun ihre Oscar-Chancen weiter verbessert haben. Die Abstimmung über die Oscar-Nominierungen beginnt am Montag, gleich nach Globe-Nacht. Mehr als 10.000 Mitglieder gehören der Oscar-Akademie an, damit stimmen deutlich mehr Juroren als bei dem kleinen Globe-Verband mit rund 400 Journalisten und Journalistinnen aus aller Welt ab.
Die Anwärter für Hollywoods höchsten Preis werden am 22. Januar verkündet. Die 98. Oscar-Verleihung soll dann am 15. März über die Bühne gehen.
„The Studio“ und „Adolescence“ prämiert
Bei den Serienpreisen wiederum unter anderem das Krankenhausdrama „The Pitt“, die Satire „The Studio“ und die Miniserie „Adolescence“ ausgezeichnet. (APA, dpa, TT.com)
Die GewinnerInnen – TV und Streaming
Beste Serie – Drama
- „The Pitt“
Bester Serien-Hauptdarsteller – Drama
- Noah Wyle in „The Pitt“
Beste Serien-Hauptdarstellerin – Drama
- Rhea Seehorn in „Pluribus – Glück ist ansteckend“
Beste Serie – Komödie/Musical
- „The Studio“
Bester Serien-Hauptdarsteller – Komödie/Musical
- Seth Rogen in „The Studio“
Beste Serien-Hauptdarstellerin – Komödie/Musical
- Jean Smart in „Hacks“
Beste Miniserie, Anthologie-Serie oder Fernsehfilm
- „Adolescence“
Bester Hauptdarsteller – Miniserie, Anthologie-Serie oder Fernsehfilm
- Stephen Graham in „Adolescence“
Beste Hauptdarstellerin – Miniserie, Anthologie-Serie oder Fernsehfilm
- Michelle Williams in „Dying for Sex“
Bester Nebendarsteller – Fernsehen
- Owen Cooper in „Adolescence“
Beste Nebendarstellerin – Fernsehen
- Erin Doherty in „Adolescence“
Beste Performance in Stand-up-Comedy
- Ricky Gervais mit „Mortality“
Bester Podcast
- „Good Hang with Amy Poehler“