Nebel über dem Dolomitenlauf: Osttirolerin schrammt am Heimsieg vorbei
Rund 600 Langläufer stellten sich am Sonntag bei der 56. Auflage des Dolomitenlaufs den Klassik-Bewerben.
Obertilliach ‒ Nach dem sonnigen Skating-Tag breitete sich am Sonntag eine dicke Nebeldecke über dem 56. Dolomitenlauf aus. Den Leistungen der rund 600 Langläufer tat das überwiegend keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil fühlte sich in den Klassik-Bewerben eine Dame regelrecht beflügelt, die die Bedingungen auf den Loipen von Obertilliach nur zu gut kennt.
Die Osttiroler Lokalmatadorin Anna Schmidhofer musste sich im Damen-Rennen über 40 Kilometer nur ihrer schwedischen Teamkollegin Malin Boerjesjoe geschlagen geben. „Im Zielsprint bin ich normal schneller, aber ich machte hier einen taktischen Fehler. Ich habe den zweiten Platz gewonnen und nicht Rang eins verloren“, meinte Schmidhofer.
Beim Langdistanzrennen der Herren verbuchte am Ende in einer italienischen Dreier-Gruppe Lorenzo Busin den Sieg für sich: „Es war ein unglaubliches Rennen. Heuer war die Strecke leichter als in den Vorjahren. Mir liegen steile und lange Anstiege, deshalb bedeutet mir dieser Sieg noch mehr.“
Über 20 km setzte sich der Italiener Thomas Rinner vor dem Skating-Sieger Marius Bauer und dessen deutschem Landsmann Toni Escher durch. Als bester Österreicher wurde Harald Toplitsch vom Achensee Vierter.
Einen deutschen Doppelsieg gab es indes auf der kürzeren der beiden Strecken, wo Alexandra Danner ihren ersten Sieg beim Dolomitenlauf feierte. „Ich fand gleich zu Beginn eine starke Gruppe mit Männern und freue mich richtig über zwei starke Ergebnisse“, sagte die frühere Weltcupläuferin. Lokalmatadorin Eva Schmidhofer wurde Vierte.
Auch OK-Chef Franz Theurl war zufrieden: „Über 100 Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf des Dolomitenlaufs. Die Loipen waren in perfektem Zustand.“ (tt.com)