Mental Health Days

Neue Studie: Psychische Gesundheit von SchülerInnen hat sich leicht verbessert

Die Mental Health Days stärken an Schulen das Bewusstsein rund um die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.
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Die tägliche Bildschirmzeit ist parallel dazu gesunken, bei zwölf Prozent der Schüler sind Depressionen aber weiterhin Thema.

Wien – Eine Studie im Rahmen der Mental Health Days 2025 an Schulen in Österreich hat im Jahresvergleich eine steigende Lebenszufriedenheit und rückläufige depressive Symptomatik bei Kindern und Jugendlichen gezeigt. Zudem sank die tägliche Smartphone-Nutzung der Befragten im Schnitt um 31 Minuten.

Die Studie basiert auf den Angaben von 8.177 Schülerinnen und Schülern sowie Lehrlingen mit einem Durchschnittsalter von 14 Jahren. Sie wurden im Zuge des Präventionsprojekts Mental Health Days an teilnehmenden Schulen in allen Bundesländern mit Ausnahme Niederösterreichs zu ihrem Wohlbefinden, der Mediennutzung und persönlichen Angaben befragt. Die Erhebung fand das dritte Jahr in Folge statt.

Mehr als drei Stunden pro Tag am Handy

Die Studienteilnehmer verbrachten 2025 im Schnitt 190 Minuten pro Tag am Smartphone, also etwas mehr als drei Stunden. Im Jahr davor waren es noch 221 Minuten. Auch die Nutzung sozialer Netzwerke ging deutlich zurück, von 96 auf 80 Minuten täglich. Dies sei wahrscheinlich auch auf das seit Mai 2025 österreichweit geltende Handyverbot in den ersten acht Schulstufen zurückzuführen.

Parallel dazu nahm der Anteil von Jugendlichen mit erhöhter depressiver Symptomatik ab. Während 2024 noch 15 Prozent der Befragten entsprechende Symptome berichteten, waren es 2025 zwölf Prozent. Auch in anderen Ländern gebe es ähnliche Tendenzen. Jedoch liege das noch über dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Aus den Ergebnissen lasse sich kein langfristiger Trend ableiten, jetzt zu spekulieren, was die nächsten Jahre kommen wird, sei schwierig.

Negativer Effekt von sozialen Netzwerken möglich

Viele externe Einflüsse, könnten einen großen Effekt haben, wie ein mögliches Verbot von Smartphones auch in Oberstufen oder ein beschränkter Zugang zu Sozialen Netzwerken.

Tobias Dienlin, einer der Studienautoren, berichtete von potenziell negativen Effekten der Smartphone-Nutzung und durch soziale Netzwerke mit Ausnahme von reinen Messenger-Diensten und dem Lesen von Nachrichten-Seiten am Handy. Es gebe keinen Beweis für die Kausalität, aber eine höhere Nutzung von sozialen Netzwerkseiten ging in der Studie mit geringerer Lebenszufriedenheit einher.

Die Ergebnisse zeigen auch soziale Unterschiede: Mädchen, divers-identifizierende Jugendliche und junge Menschen aus sozioökonomisch benachteiligten Lebenslagen berichteten über stärkere psychische Belastungen.

Keine repräsentativen Daten in Österreich

Die Studie zeige aber, dass Prävention zu wirken scheint, so Golli Marboe, Initiator der Mental Health Days, zu den Verbesserungen bei den Umfrageergebnissen. Er forderte handyfreie Oberstufen und Berufsschulen sowie mehr Verteilungsgerechtigkeit auch in Bezug auf die psychische Gesundheit. Rund 600 Schulen in Österreich seien auf der Warteliste für eine Teilnahme an dem Projekt „Mental Health Days“, er zudem um finanzielle Unterstützung.

Die begleitende Studie zur mentalen Gesundheit ist durch ihre Verknüpfung mit Präventionsarbeit und Interventionen in Schulen weltweit wohl einzigartig, berichtete Dienlin. Österreich leiste sich leider „keine öffentlich finanzierte Studie, die repräsentativ diese Fragen beantworten könnte“, kritisierte Co-Autor Paul Plener. (APA)

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