Bedenkliche Chemikalien und Datenlecks: Vor diesen Sextoys warnt der VKI
Wien – Drei von 18 getesteten Sextoys senden Nutzungsdaten, zwei beinhalten die Chemikalie Nonylphenol, die fortpflanzungsschädigend sein kann. Das zeigt eine Überprüfung von Produkten wie Dildos, Vibratoren und Masturbatoren im Preisbereich von 20 bis 209 Euro durch den Verein für Konsumenteninformation (VKI) mit der deutschen Schwesterorganisation Stiftung Warentest. Die getesteten Artikel sind in Österreich erhältlich, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung des VKI.
Besonders kritisch bewertet wurden die App-gesteuerten Sextoys. Drei davon – der Vibrator „Lovense Lush 4“, der Masturbator „Lelo“ sowie jener von „Svakom“ – senden sensible Daten wie Nutzungsstatistiken sowie User-und Geräte-IDs an die Hersteller. Die App von „Lush 4“ übermittelt gar Daten an ChatGPT. Die drei Produkte schnitten mit der Note "nicht zufriedenstellend" ab. Diese Sextoys sollten möglichst ohne die dazugehörige App verwendet werden, empfiehlt der VKI.
Der Dildo von „Pipedream“ und der Masturbator von „Fleshlight“ enthalten laut VKI Nonylphenol. Obwohl der Grenzwert laut EU-Chemikalienverordnung nicht überschritten wurde, kann eine regelmäßige Benutzung den Hormonhaushalt beeinträchtigen, warnten die Konsumentenschützer. Alle fünf in Sachen Datenschutz oder Gesundheit beanstandeten Lovetoys sollten nicht bedenkenlos genutzt werden. (APA)