50 Jahre nach Lawinendrama: Gedenkfeier für Ski-Ikone Gertrud Gabl
St. Anton am Arlberg gedachte am Wochenende einer seiner größten Sportlerinnen: Anlässlich des 50. Todestages wurde die Ski-Legende und erste Gesamtweltcup-Siegerin Österreichs, Gertrud Gabl, mit einer Kranzniederlegung geehrt.
St. Anton am Arlberg – Anlässlich ihres 50. Todestages wurde am 19. Jänner 2026 in St. Anton am Arlberg der unvergessenen Skirennläuferin Gertrud Gabl gedacht. Mit einer feierlichen Kranzniederlegung am Denkmal nahe der Rendlbahn ehrten der Ski-Club Arlberg und die Gemeinde ihr sportliches Lebenswerk und ihre tiefe Verbundenheit mit der Region.
Gertrud Gabl, eine gebürtige St. Antonerin, schrieb Skigeschichte, als sie in der Saison 1968/69 als erste Österreicherin den Gesamtweltcup für sich entschied – im selben Jahr wie die ebenfalls aus St. Anton stammende Ski-Ikone Karl Schranz. Ihre Karriere endete auf tragische Weise, als sie am 18. Jänner 1976 im Alter von nur 27 Jahren bei einem Lawinenabgang am Rendl ums Leben kam.
Das Gedenken fand im Rahmen der Siegerehrung des FIS-Europacup-Rennens statt und unterstrich die ungebrochene Bedeutung Gabls für den Skisport. „Gertrud Gabl war nicht nur eine herausragende Sportlerin, sondern auch ein Mensch, der für Leidenschaft, Mut und heimatliche Verbundenheit stand. Ihr Name bleibt untrennbar mit dem Ski-Club Arlberg und der Geschichte des österreichischen Skisports verbunden“, betonten Bürgermeister Helmut Mall und der Ski-Club Arlberg in einer gemeinsamen Würdigung.
Als bleibende Erinnerung an ihre außergewöhnlichen Erfolge ist ihre Kristallkugel für den Gesamtweltcupsieg bis heute im Museum St. Anton am Arlberg ausgestellt. (TT)