In mehreren Bundesländern aktiv

22-jähriger Betrüger in Tirol festgenommen: Polizei sucht weitere Opfer

Nach der Festnahme eines mutmaßlichen Betrügers in Tirol, der bei mindestens sieben Taten in Österreich und Deutschland als Geld-Abholer fungiert haben soll, sucht die Polizei nun nach weiteren möglichen Opfern. Der Täter, ein 22-jähriger Pole wurde nach einer Geldübergabe geschnappt. Er wurde in die Justizanstalt Innsbruck gebracht.

Buch in Tirol, Ternitz – Nach der Festnahme eines mutmaßlichen Betrügers in Tirol sucht das Landeskriminalamt Niederösterreich weitere Opfer. Angewendet wurde bei den dem 22-Jährigen zugeordneten Straftaten in mehreren Bundesländern und in Deutschland der „Kautions-“ bzw. „Medizintrick“, berichtete die Polizei am Mittwoch. Der Verdächtige wurde am 7. Jänner nach der Abholung von Bargeld in Innsbruck ertappt und in Buch in Tirol in Gewahrsam genommen.

Der Pole soll seit 8. Dezember des Vorjahres bei sieben Betrügereien – vier mit „Kautionstrick“ und drei mit „Medizintrick“ – als Abholer fungiert haben. Tatorte lagen in Ternitz (Bezirk Neunkirchen) und Hollabrunn in Niederösterreich, im steirischen Bruck an der Mur, in Innsbruck sowie Salzburg. Zwei befanden sich in Deutschland. Zweimal blieb es beim Versuch. Nach der Festnahme wurde das herausgelockte Bargeld sichergestellt und dem männlichen Opfer zurückgegeben.

Bei seiner Einvernahme war der 22-Jährige, dem schwerer gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen wird, großteils geständig. Er wurde über Anordnung der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert.

Polizei warnt vor Betrugsanrufen

Der 22-Jährige und vorerst unbekannte Komplizen sollen sich am Telefon als Polizisten oder Staatsanwälte ausgegeben und älteren Opfern vorgetäuscht haben, dass ein naher Angehöriger einen Verkehrsunfall verursacht habe. Um eine Festnahme zu verhindern, wurde eine Kaution verlangt. Bei anderen Anrufen sollen sich die Kriminellen als Mediziner vorgestellt und vorgegaukelt haben, dass ein Verwandter an einer lebensbedrohlichen Krankheit leide und ein teures Medikament brauche.

Opfer wurden gebeten, sich beim Landeskriminalamt Niederösterreich (Tel.: 059133-30-3333) zu melden. Die Polizei warnte gleichzeitig vor solchen Anrufen, weil in letzter Zeit vermehrt derartige Betrügereien verzeichnet wurden. (APA)

Präventionstipps der Polizei

  • Richtige Polizisten/Ärzte holen niemals Bargeld oder Schmuck ab.
  • Vorsicht bei unbekannten Anrufern.
  • Fragen Sie sich: Kann die Geschichte stimmen? Sprechen Sie sofort mit Verwandten und Freunden.
  • Geben Sie keine Details über Ihr Vermögen preis.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und legen Sie auf.
  • Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte.
  • Fordern Sie von angeblichen Polizisten einen Dienstausweis.
  • Kontaktieren Sie die Notrufnummer 133 und fragen Sie, ob es diese Polizistin/diesen Polizisten wirklich gibt.
  • Nehmen Sie Warnungen von Bankangestellten ernst.
  • Sprechen Sie mit Ihrer Familie über diese falschen Polizisten. Vor allem ältere Generationen sind betroffen.

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Angela Dähling

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