Zyklon sorgt für Zerstörung

Tote bei Unwettern im Mittelmeerraum: Reißende Bäche auf Straßen Athens

In der griechischen Hauptstadt Athen kam es zu Vermurungen.
© AFP/Messinis

Heftige Regenfälle infolge von Zyklon „Harry“ haben in Teilen Griechenlands zu Überschwemmungen geführt, mindestens zwei Menschen starben. Das berichteten griechische Medien am Donnerstag. In der südlichen Ägäis herrschten Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde, sagte eine Meteorologin im öffentlich-rechtlichen Fernsehen (ERTNews). Der Fährverkehr brach zusammen.

Ein Beamter der Küstenwache rutschte Berichten zufolge während einer Kontrolle in einem kleinen Hafen auf der Halbinsel Peloponnes aus und fiel ins Meer. Dort wurde er von den hohen Wellen mitgerissen und ertrank, wie die Nachrichtenagentur ANA-MPA meldete. In Athen wurde laut einem Radiobericht eine Frau von den Wassermassen erfasst und tödlich verletzt.

Unwetter-Chaos in Athen

In der griechischen Hauptstadt Athen verwandelten sich Straßen in reißende Bäche. Autos, Mülltonnen und Geröll wurden durch die Gegend geschleudert, wie Aufnahmen griechischer Medien zeigten. Der Zivilschutz rief die Einwohner mehrerer Regionen per SMS dazu auf, möglichst zu Hause zu bleiben. In weiten Teilen des Landes blieben die Schulen geschlossen.

Das Sturmtief wird nach Angaben des griechischen Wetteramts auch am Donnerstag Auswirkungen haben. Betroffen sein sollen unter anderem die bei Touristen beliebten Inseln Rhodos, Lesbos und Samos.

Auch Süditalien und Spanien betroffen, Tote in Tunesien

Auch Süditalien wurde von Unwettern getroffen. Bereits am Dienstag wurden auf Sizilien für mehrere Gemeinden Evakuierungen angeordnet. Einsatzkräfte retteten auf dem Vulkan Ätna eine Schweizer Touristenfamilie, die in einen Schneesturm geraten war. In der spanischen Mittelmeerküste kam es ebenfalls zu Überschwemmungen.

Auch in Süditalien richtete Zyklon „Harry“ schwere Schäden an, hier in Marina di San Lorenzo in Kalabrien.
© IMAGO/Fortunato Serrano

In Tunesien kamen bei heftigen Regenfällen mindestens vier Menschen ums Leben. Das Land sei "durch tödliche Stürme paralysiert", meldete die tunesische Staatsagentur TAP. Das ungewöhnlich schwere Unwetter habe zu Straßensperren geführt und auch Verkehr, Bildungseinrichtungen und die öffentliche Versorgung massiv beeinträchtigt. (TT.com, APA/dpa)