Zillertalerin Martina Zangerl erhält Kunstpreis nach Ausstellung in Wien
Die Zillertaler Künstlerin Martina Zangerl aus Schlitters wurde kürzlich in Jenbach mit dem Kunstpreis Duc de Richelieu geehrt. Ihre Kleinplastiken, bekannt als "Ma…Na's", überzeugten die Jury des renommierten Wettbewerbs.
Der Kunstpreis Duc de Richelieu ist ein mehrstufiger Wettbewerb. Er würdigt Leistungen in Kunst, Literatur und Musik. Eine Bewerbung ist nicht möglich. Die Auswahl erfolgt ausschließlich über Nominierungen. Martina Zangerl fiel bei einer Ausstellung in der Wiener Wasserburg auf. Reinhard Auer, Gloria – Österreichpräsident, überreichte die Auszeichnung. Insgesamt erhielten neun Künstler in Österreich diese Ehrung.
Martina Zangerl ist vor allem für ihre "Ma…Na's" bekannt. Diese Kleinplastiken entwickeln Niki de Saint Phalles Nanas weiter. Sie tragen aber Zangerls eigene künstlerische Handschrift. Das lebensspendende weibliche Prinzip steht stets im Fokus. Ihre Werke reflektieren Leben, Wandlung und Transformation. Sie spiegeln die Vorgaben der Natur wider.
Kunst als heilende Komponente
Martina Zangerl, geboren 1964, wählte einen unkonventionellen Weg zur Kunst. Sie war Restaurantfachfrau, Cafetiere und Online-Redakteurin. Als Freizeitpädagogin förderte sie zwölf Jahre lang die Kreativität Jugendlicher. Diese Zeit wurde zum Wendepunkt. Ihre eigene leidenschaftliche Kunstform entwickelte sich.
Ihren Schaffensprozess beschreibt Zangerl oft als mystisch. Die Werke entstehen dabei oft wie von selbst. Das weibliche Prinzip bleibt zentral. Ihre Plastiken thematisieren Existentielles: Weiblichkeit, Fürsorge, Natur und Wandel. Ein intuitiver, fast meditativer Schaffensprozess prägt sie. Kunst ist für Zangerl auch Ergotherapie. Sie unterstützt sie im Umgang mit Arthrose. Der kreative Prozess erhält so eine heilende Komponente.