Bis zu minus 45 Grad

Bisher mindestens 23 Tote bei heftigem Wintereinbruch in den USA

Eisige Temperaturen herrschen im Norden der USA.
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Mehr als eine halbe Million Haushalte im Süden der USA waren Montagabend noch ohne Strom. Unzählige Flüge - aktuell sind es 19.000 - wurden gestrichen.

Bei einem heftigen Wintereinbruch mit eisigen Temperaturen sind in den USA bisher mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Die Todesursachen umfassten Unterkühlung sowie Unfälle im Zusammenhang mit Verkehr, Schlittenfahren und Schneepflügen, wie Behörden und US-Medien am Montag (Ortszeit) mitteilten. Die starken Schneefälle führten zudem zu Stromausfällen, insbesondere im Süden der USA. In mindestens 20 US-Staaten und der US-Hauptstadt Washington galt weiter der Notstand.

In New York meldeten die Behörden acht Todesopfer. Die Todesursachen würden derzeit ermittelt werden. Unklar war zunächst, ob alle Todesfälle mit dem Wintersturm im Zusammenhang standen.

Laut der Internetseite Poweroutage.com waren Montagabend noch immer weit mehr als 550.000 Haushalte, vor allem im Süden der USA, ohne Strom. Im US-Staat Tennessee waren fast 200.000 Haushalte von Stromausfällen betroffen, in Mississippi mehr als 147.000 Haushalte.

Rund um die Uhr werden die Schneemassen beiseite geschafft.
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Der Nationale Wetterdienst (NWS) warnte im Onlinedienst X, die Temperaturen in weiten Teilen des Nordens der USA könnten "bis zum 1. Februar durchgehend unter dem Gefrierpunkt" liegen. Zudem stellten "rekordverdächtig niedrige Temperaturen heute Nacht im Süden" angesichts des anhaltenden Stromausfalls eine Gefahr dar.

Mehr als 19.000 Flüge ausgefallen

An mehreren großen Flughäfen wie in Washington, Philadelphia und New York waren am Wochenende fast alle Flüge gestrichen worden. Der Internetseite Flightaware.com zufolge fielen seit Samstag landesweit mehr als 19.000 Flüge aus.

Die Kaltfront zog am Sonntag vom Süden in den Nordosten der USA. Staaten von Texas über North Carolina sowie die Ostküstenstädte Washington und New York waren betroffen. Die Behörden riefen die Menschen dazu auf, zu Hause zu bleiben. In nördlichen US-Staaten wurde vor lebensbedrohlicher Kälte von bis zu minus 45 Grad Celsius auch in den kommenden Tagen gewarnt.

„Historischer Wintersturm“

Die Kaltfront zieht seit Samstag über weite Teile der USA, Heimatschutzministerin Kristi Noem hatte im Vorfeld vor einem "historischen Wintersturm" gewarnt. Die Meteorologen gehen davon aus, dass mindestens 160 Millionen Menschen im ganzen Land betroffen sein werden.

US-Präsident Donald Trump mahnte die Bürgerinnen und Bürger zu Vorsicht. "Bleiben Sie sicher und bleiben Sie warm", erklärte er in seinem Onlinedienst Truth Social. Trump nahm den heftigen Wintereinbruch zudem zum Anlass, erneut seine Zweifel am menschengemachten Klimawandel zu äußern: "Könnten die Klima-Aufrührer mir bitte erklären: Was ist mit der Erderwärmung passiert?", schrieb er.

Die extreme Wetterlage in den USA wird ausgelöst durch eine Verformung des Polarwirbels, dadurch gelangt kalte Luft von der Arktis nach Süden. Wissenschafter gehen davon aus, dass das gehäufte Auftreten dieses Phänomens mit dem Klimawandel zusammenhängen könnte. (APA/AFP)