Bald Bundesliga? Volleyballerinnen lassen sich die Zukunft noch offen
Sie sind die Spitzenreiterinnen der zweiten Volleyball-Bundesliga, die beiden Tiroler Vereine SU Inzingvolley/Mils und TI-volley. Souverän führen sie die Tabelle an, doch ein möglicher Aufstieg ist noch offen.
Tirols Volleyballerinnen sind in der aktuellen Saison kaum zu schlagen. Sowohl SU Inzingvolley/Mils als auch TI-volley stehen nach 16 bzw. 17 Spielen im Grunddurchgang mit beinahe weißer Weste da. Die Inzingerinnen mussten sich ein einziges Mal Mühlviertel mit 1:3 geschlagen geben, die TI-Damen ebenso einzig im ersten Derby Inzing (0:3). Im neuen 2. Liga-Cup sind ebenfalls beide erfolgreich: Die Spielgemeinschaft steht seit Sonntag (3:1 gegen Roadrunners Wien) im Finale, TI-volley könnte bald folgen (Halbfinale 8. Feb.).
Finanzierung und Infrastruktur
Danach ist trotz der Erfolge aber noch alles offen: Die zwei Tiroler Zweitligateams haben bislang keine Entscheidung getroffen, ob sie die Relegation um den Aufstieg in die höchste Spielklasse bestreiten – und damit Ambitionen haben, nächste Saison (wieder) Bundesliga zu spielen. „Ehrlicherweise muss man sagen, dass eigentlich schon zumindest ein Tiroler Club in die erste Liga gehört“, sagt TI-Trainer Roe Hernández – ohne aber die Seinen ins Spiel zu bringen. Man evaluiere noch und werde erst in den nächsten Tagen bzw. Wochen eine Entscheidung fällen. Hernández, 2024 mit den TI-Damen noch Staatsmeister: „Wir sagen nicht niemals, aber es muss Sinn machen und die Priorität liegt nun darauf, die jungen Spielerinnen vorzubereiten.“
Volleyball, AVL 2, Damen
Verbleibende Spiele der Tiroler Damen-Teams im Grunddurchgang, Gruppe 1: Höchst – Inzingvolley/Mils Samstag (18 Uhr), 14. Feb.: Inzingvolley/Mils – TI-volley.
Tabelle:
- 1. TI-volley 17 Spiele -16:1-Siege - 47 Punkte
- 2. SU Inzingvolley/Mils 16 - 15:1 - 45
- 3. Mühlviertel 16 - 13:3 - 39
- 4. Höchst 14 - 9:5 - 26
- 5. Roadrunners Wien17 - 7:10 - 21
- 6. Steelvolleys Linz 2 15 - 6:9 - 19
- 7. Waldviertel 15 - 6:9 - 18
- 8. HotVolleys Wien 16 - 4:12 - 14
- 9. Oberndorf 15 - 1:14 - 3
- 10.Dornbirn15 - 1:14 - 2
Inzing/Mils-Coach Roland Gattermayr hört sich ähnlich an: „Wir haben noch nicht entschieden, was nächste Saison sein wird. Es geht auch um die Infrastruktur und einen sinnvollen Kader.“ Inzing/Mils bräuchte beispielsweise eine Ausnahmegenehmigung, um in seiner Heimspielhalle in Zirl bleiben zu können. „Der Aufwand in der ersten Liga ist vielfach höher“, sagt Hernández, „Spiele lassen sich etwa nur noch schwer verschieben und für alles gibt es Strafen.“
Vorfreude auf das Derby
Wie auch die Entscheidung ausfällt, jene, wer sich den Grunddurchgang sichert, wird am 14. Februar mit dem zweiten Tiroler Derby ausgetragen. „Ich freue mich schon. Das sind genau die Spiele, für die man trainiert. Wir haben keinen großartigen Druck und es wird spannend“, sagt Gattermayr. Konkurrent Hernández streut dem Derby-Gegner schon vorab Rosen: „Inzing-Mils hat ein tolles Team und ist mit einigen erfahrenen Spielerinnen sehr stabil geworden.“
Das jüngste Derby trug man indes in der U20-Meisterschaft aus. Am Wochenende sicherte sich die TI den Tiroler Titel, Inzing spielt nun Quali (Sonntag) und könnte im Erfolgsfall auch im U20-Bewerb sich wieder national mit der TI matchen.
Wunsch nach vollen Rängen
Erstklassiges Volleyball-Derby der Spitzenreiter in Liga zwei: TI trifft auf Inzing/Mils
Neue Spitze bei TI-volley
Nach Rückzug: Tirols Volleyballerinnen starten in die Zweitklassigkeit
Nächster Rückzug