Skistar im Krankenhaus

Nach schwerem Sturz in der Schweiz: Lindsey Vonn veröffentlichte erstes Statement

Vonn griff sich nach dem Sturz immer wieder an das lädierte linke Knie.
© APA/AFP/FABRICE COFFRINI

Skistar Lindsey Vonn wandte sich am Nachmittag via Instagram an ihre Fans. Die gute Nachricht: Sie stellt ein Comeback in Aussicht. Die schlechte: Noch ist unklar, wie viel Zeit bis dahin vergehen wird.

Crans-Montana – Gründlich misslungen ist die Abfahrtsgeneralprobe der alpinen Skirennläuferinnen am Freitag gut eine Woche vor Olympia. Das Rennen in Crans-Montana musste nach nur sechs Läuferinnen abgebrochen werden, nachdem Nina Ortlieb, Marte Monsen und Lindsey Vonn bei schlechter Sicht auf einer unruhigen Piste schwer gestürzt waren. Die Norwegerin Monsen wurde abtransportiert, während US-Star Vonn unter Knieschmerzen litt. Ortlieb sagte, sie sei „mit einem blauen Auge davon gekommen“.

Vonn erwischte es an der „Ortlieb-Stelle“ in der Strecken-Passage „Fuchsloch“: Nach einem weiten Sprung stürzte sie und blieb im B-Netz verheddert liegen. Die 41-Jährige rappelte sich auf und humpelte von der Unfallstelle weg. Die „US-Speed-Queen“ schnallte sich zwar die Skier an und rutschte ein paar Meter neben der Piste talwärts, griff sich dabei aber immer wieder an das lädierte linke Knie und schüttelte den Kopf.

Am Nachmittag wandte sich die US-Amerikanerin schließlich via Instagram an ihre Fans. Die gute Nachricht: Sie stellt ein Comeback in Aussicht. Die schlechte: Noch ist unklar, wie viel Zeit bis dahin vergehen wird.

„Schwieriges Ergebnis“ eine Woche vor Olympia

„Ich bin heute beim Downhill-Rennen in der Schweiz gestürzt und habe mir das linke Knie verletzt. Ich bespreche die Situation mit meinen Ärzten und dem Team und werde weitere Untersuchungen durchlaufen“, so die 41-Jährige. Sie sprach von einem „schwierigen Ergebnis“ eine Woche vor Olympia, betonte aber gleichzeitig, dass ihr olympischer Traum noch nicht vorbei sei. „Wenn es eine Sache gibt, die ich kann, dann ist es ein Comeback“, so Vonn, die nähere Informationen bekannt geben will, sobald sie selbst welche hat.

Abschließend dankte sie dem gesamten medizinischen Personal und wünschte ihrer norwegischen Ski-Kollegin Marte Monsen alles Gute. Monsen war ebenfalls chwer gestürzt und mit dem Hubschrauber abtransportiert worden.

Keine Anzeichen für Kopfverletzungen bei Monsen

Am Abend äußerte sich der Norwegische Skiverband zum Unfall der 26-jährigen Monsen. Sie habe sich nun im Krankenhaus weiteren Untersuchungen unterzogen und es gehe ihr den Umständen entsprechend gut. Sie sei guter Dinge und auf dem Weg zurück ins Hotel, um sich auszuruhen.

„Bisher gibt es keine Anzeichen für Kopf- oder Gesichtsverletzungen. Marte hat einige Schmerzen im Knie und wird am Wochenende für weitere Untersuchungen nach Norwegen zurückkehren. Es ist noch zu früh, um zu sagen, wann sie voraussichtlich wieder auf Skiern stehen wird, aber wir werden in den kommenden Tagen weitere Details bekannt geben“, sagte der Arzt der alpinen Nationalmannschaft, Trond Floberghagen. (TT.com)

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