Tirol lockt wieder mehr Urlauber in den Semesterferien
Wer in den bevorstehenden Schulferien verreist, tut das meist im Inland. Tirol ist heuer beliebter.
Die Semesterferien werden heuer wieder häufiger für einen Urlaub genutzt. Im Vergleich zum Vorjahr verreisen die Österreicher:innen öfter – vor allem innerhalb Österreichs und in den klassischen Winterregionen. Das zeigt das aktuelle ÖHV-Urlaubsradar der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV), erhoben gemeinsam mit Reppublika Research.
Konkret planen demnach 30,7 Prozent der Österreicher:innen, in den Semesterferien zu verreisen, im Vorjahr waren es 25,5 Prozent. Knapp die Hälfte bleibt zuhause, rund ein Fünftel hat sich noch nicht entschieden. „Die Lust auf Urlaub ist da – gleichzeitig wird bewusster geplant und stärker auf den Preis geachtet“, sagt ÖHV-Präsident Walter Veit. Er ist überzeugt, dass sich ein Teil der Unentschlossenen noch für einen Urlaub entscheidet: „Die Semesterferien stehen bereits vor der Tür, und wir sehen seit Jahren, dass gerade in dieser Phase noch sehr viele Buchungen erfolgen.“
Wer verreist, bleibt überwiegend im eigenen Land. Knapp vier von fünf Urlauber:innen – konkret 78,6 Prozent – verbringen ihre Semesterferien in Österreich. Damit legt der Inlandsurlaub im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu: 2025 lag dieser Anteil noch bei 63,8 Prozent. Kurze Anreisewege, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, Verlässlichkeit und ein breites Angebot spielen dabei für viele eine zentrale Rolle, betont Veit.
Bei den Reisezielen zeigen sich klare Schwerpunkte: Salzburg liegt mit 20 Prozent weiterhin an der Spitze, Tirol folgt mit 14,6 Prozent und wird im Vergleich zum Vorjahr häufiger gewählt. Auch die Steiermark zählt mit 13 Prozent zu den gefragten Destinationen in den Semesterferien. Vor allem die alpinen Regionen profitieren davon, dass mehr Österreicher:innen ihren Urlaub im eigenen Land verbringen. Wien (13 Prozent) ergänzt das Angebot vor allem mit Städtetrips und Kultur und spricht damit eine urbane Zielgruppe an.
Viele nutzen die Semesterferien aktiv. Skifahren, Winterwandern und andere Outdoor-Angebote stehen im Vordergrund und machen Aktiv-und Erlebnisangebote mit 39,4 Prozent zur beliebtesten Variante. Gleichzeitig wächst das Interesse an Erholung: Wellnessurlaube kommen auf 25,2 Prozent, Städtereisen und Kulturangebote auf 16,7 Prozent sowie Besuche bei Familie und Freunden (17,5 Prozent) ergänzen das vielfältige Reiseverhalten. (TT)