Große Herausforderungen

Österreich bekommt 1400 neue PolizistInnen in diesem Jahr

Aktuell gibt es landesweit 3160 Polizeischülerinnen und -schüler in der zweijährigen Grundausbildung. Die Anwärter können die Kollegen im Regeldienst unterstützen.
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Innenminister Gerhard Karner will „Personal-Höchststand absichern“. Pensionierungen sorgten in den vergangenen Jahren für Herausforderungen.

Die Polizei in Österreich wird in diesem Jahr 1415 Personen neu in den Dienst stellen und will damit alle neun Landespolizeidirektionen stärken. Mit der Offensive sollen Abgänge kompensiert werden, hieß es seitens des Innenministeriums. So könne der im Vorjahr erreichte höchste bisherige Personalstand mit rund 32.500 PolizistInnen auch weiter gewährleistet werden.

„Die Stärkung unserer Exekutive wird fortgesetzt. 2026 werden österreichweit mehr als 1400 Polizeischülerinnen und Polizeischüler in die Grundausbildung der Bundespolizei aufgenommen. Denn es ist unser klares Ziel, den aktuellen Höchststand an Polizistinnen und Polizisten auch weiterhin zu sichern“, erklärt dazu Innenminister Gerhard Karner (ÖVP).

Ausbildungsklasse in Tirol

Generell finden Neuaufnahmen der Polizei quartalsmäßig in vier Turnussen statt, je nach Bedarf in unterschiedlichen Bildungszentren. Heuer fallen 505 von den geplanten Neuaufnahmen auf März und Juni. Viele Bildungszentren sind durch die große Zahl an Aufnahmen ausgelastet, weshalb der Großteil der neuen Beamten an den späteren Stichtagen im September und Dezember den Dienst antreten soll.

Im Detail startet heuer im März je eine Ausbildungsklasse mit 25 bis 30 SchülerInnen in Tirol, Salzburg und Vorarlberg, eine Klasse mit 25 Grenzpolizei-Assistenten folgt dann im Juni in Niederösterreich. Für Wien beginnen in diesen beiden Turnussen insgesamt 400 Personen in 16 Klassen ihre Polizeigrundausbildung. Neu ist hier eine gesonderte Klasse für die Sondereinheit „Objektschutzpolizei“.

Aktuell gibt es landesweit 3160 PolizeischülerInnen in der zweijährigen Grundausbildung, in die bereits eine intensive Praxisphase fällt. Dabei können die Anwärter die Kollegen im Regeldienst operativ unterstützen – sowohl bei regulären Amtshandlungen als auch bei Großeinsätzen wie Versammlungen oder Sport-Veranstaltungen.

In den vergangenen Jahren stand die Exekutive vor der großen Herausforderung, außerordentlich viele Pensionierungen kompensieren zu müssen. Durch eine Aufnahmeoffensive ist es laut Innenministerium aber sogar gelungen, den Personalstand weiter auszubauen. In den vergangenen zehn Jahren seien mehr als 4100 PolizistInnen zusätzlich in den Dienst gestellt worden. (APA)