Tiroler Designerin in Berlin

So geht es hinter den Kulissen der Fashion Week zu

Fokus auf die Schönheit: Hinter der Bühne wird in Berlin geschminkt.
© Marcus Hartelt

Models, Make-Up-Pinsel, Masken und viel Stoff. So sieht es hinter der Bühne aus, wenn die Tirolerin Rebekka Ruetz ihre Mode zeigt. Das Design-Thema dieses Mal: Mystik und Provokation.

Ein letzter Griff zum Kamm, eine Korrektur an einem Stoff. Wenn die Fashionshow startet, ist die Atmosphäre auf höchste Konzentration eingestellt. So auch wieder Ende Januar in Berlin, als Rebekka Ruetz ihre neue Kleidung dem Publikum vorstellt.

So sieht es hinter der Bühne aus

Mode zu machen, ist für viele ein Traum. Doch viele Träume zerplatzen im Laufe der Jahre. Die Gründe: Die Branche ist hart, die Karriere steinig, die Kosten hoch. Eine, die das alles überwunden hat, ist die Tirolerin Rebekka Ruetz. Seit 2011 präsentiert sie ihre Kollektionen auf der Fashion Week in Berlin. Dabei setzt sie sich unermüdlich gegen die Macht der Billig-Konzerne ein.

Designerin Rebekka Ruetz ist seit 2011 auf der Berliner Fashionweek vertreten.
© Marcus Hartelt

Das Thema ihrer Mode war dieses Mal „LILITH“. „Die Kollektion begreift Lilith nicht als bloße Provokation oder Rebellion, sondern als Figur der Ganzheit. Auch das Dämonisierte, das Abgelehnte, das als bedrohlich Markierte gehört zu ihr“, skizziert Ruetz ihr Konzept. „Lilith steht für eine Weiblichkeit, die ihre Widersprüche nicht auflöst, sondern trägt: Angst neben Würde, Verletzlichkeit neben Stärke, Licht neben Schatten.“

Mystisch: Die Modenschau

Ein zentrales Element der Kollektion sind Applikationen aus echtem Moos. Upcycling-, Recycling- und Deadstockstoffe, also überschüssige Ware, bilden die Basis. Ergänzt werden sie durch handverlesene nachhaltige Spitze, Denim aus Biobaumwolle und – wie jedes Jahr – traditionell gefertigten Tiroler Loden. Der passt gut zur Mystik.