Vorsicht geboten

Kritische Lage: Lawinenwarndienst ruft zweithöchste Warnstufe in Osttirol aus

Ab Donnerstag gilt im südwestlichen Osttirol Lawinenstufe 4. Der Lawinenwarndienst warnt eindringlich vor der großen Gefahr, da Neuschnee und ein schwacher Schneedeckenaufbau die Situation verschärfen. Wintersportler sollten abseits gesicherter Pisten äußerste Zurückhaltung üben.

Lienz/Innsbruck – Eine kritische Lawinensituation wird ab Donnerstag vor allem im südwestlichen Osttirol herrschen. Prognostizierte Schneefälle und der weiterhin schwache Schneedeckenaufbau veranlassten den Lawinenwarndienst des Landes, für den Karnischen Kamm, die Lienzer Dolomiten und die Deferegger Alpen ab einer Seehöhe von 1800 Metern Warnstufe 4 auszugeben, also große Gefahr – die zweithöchste auf der fünfteiligen Gefahrenskala.

In den anderen Teilen Osttirols sowie entlang des Alpenhauptkamms von der Silvretta bis zu den Hohen Tauern sei die Lawinensituation ebenfalls angespannt, hieß es in einer Aussendung am Mittwoch. Hier gelte vorerst Lawinengefahrenstufe 3, also erhebliche Gefahr. Bei dieser Warnstufe passieren erfahrungsgemäß die meisten Lawinenunfälle.

Bereits am Wochenende hatte in Osttirol große Lawinengefahr geherrscht, dann kam es zu einer leichten Beruhigung der Situation. „Wir empfehlen Zurückhaltung abseits der gesicherten Skipisten. Skitouren und Variantenfahrten sollten sich im freien Skiraum – wenn überhaupt – auf mäßig steiles Gelände beschränken“, appellierte Norbert Lanzanasto vom Lawinenwarndienst. Es gelte zudem, Auslaufbereiche großer Lawinen zu beachten. Unerfahrene sollten unbedingt auf den geöffneten Abfahrten und Routen bleiben. (APA)

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Catharina Oblasser

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