Rückkehr in Ski-Weltcup offen

Emotionaler Einblick nach Horror-Sturz: Olympiasiegerin beinahe querschnittgelähmt

Die Erstversorgung nach dem Sturz von Gisin klappte perfekt.
© APA/KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Es waren Bilder, die will man bei Ski-Weltcup-Rennen nicht sehen. Die Rede ist vom Sturz von Michelle Gisin im Abfahrtstraining von St. Moritz im vergangenen Dezember.

Nach einem Verschneider kam die Schweizerin bei hohem Tempo zu Sturz und flog anschließend in die Fangzäune. Dabei zog sich die zweifache Olympiasiegerin (Alpine Kombination 2018 und 2022) neben Verletzungen an der Halswirbelsäule und am Handgelenk auch einen Kreuzbandriss und einen Riss des Innenbandes im linken Knie zu.

Video | Schwerer Sturz von Gisin

Gegenüber der Zeitung Blick sprach die 32-Jährige jetzt über ihren aktuellen Gesundheitszustand und wie dramatisch die Folgen hätten sein können. Die Schweizerin weiß, dass sie bei ihrem Horror-Sturz viele Schutzengel dabei hatte. Besonders, weil die Verletzung an der Halswirbelsäule eine instabile Fraktur gewesen sei. „Die Ärzte sagten mir, dass es wahnsinnig knapp war. Ich hätte querschnittgelähmt sein können. Und eine Lähmung auf dieser Höhe – diese Vorstellung fuhr mir brutal ein“, betont die Eidgenossin.

Ob sie jemals wieder in den Ski-Weltcup zurückkehren wird, lässt Gisin offen: „Bis ich wieder auf Ski bin, bleibe ich Athletin. Erst danach werde ich entscheiden. Ich habe alle Möglichkeiten, um wieder vollständig gesund zu werden – dafür bin ich sehr dankbar.“ (TT.com)