Elf Tote binnen sieben Tagen: Warnung vor Lawinengefahr in den italienischen Alpen
Elf Menschen sind innerhalb einer Woche in den italienischen Alpen durch Lawinen ums Leben gekommen. Bergretter mahnen zur Vorsicht.
Mailand – Nach einer Serie tödlicher Lawinenunglücke haben Italiens alpine Rettungskräfte zu „größter Vorsicht“ in den Bergen aufgerufen. Innerhalb von sieben Tagen kamen nach Angaben der Bergrettung elf Menschen ums Leben. Allein am Samstag waren bei drei Lawinen vier Personen in der Lombardei und im Trentino ums Leben gekommen.
Das jüngste Opfer ist ein 70 Jahre alter Wanderer, der in der Nacht auf Montag in der Region Venetien tot aufgefunden wurde. Dort finden vom 6. bis 22. Februar Teile der Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina in den Alpen statt. Am Sonntagnachmittag starb ein 18-jähriger Skitourengeher bei einem Lawinenabgang beim beim Kratzberger See im Südtiroler Sarntal – die TT berichtete:
Einen Meter tief verschüttet
Erneut Lawinenunglück in Südtirol: 18-Jähriger gestorben
Erhebliche Lawinengefahr
Nach Angaben der Rettungsdienste besteht derzeit entlang fast des gesamten Alpenbogens eine erhebliche Lawinengefahr. Frischer Schnee habe sich auf ältere, instabile Schichten gelegt, sodass bereits die Bewegung eines einzelnen Skifahrers eine Lawine auslösen könne.
Unter diesen Bedingungen sei es selbst für erfahrene Skifahrer abseits der Pisten schwierig, sichere Routen zu erkennen, hieß es weiter. Die Bergretter riefen Wintersportler und Bergsteiger dazu auf, stets die übliche Notfallausrüstung mitzuführen. Zudem solle erwogen werden, Ausflüge zu verschieben, bis sich die Schneedecke auf natürliche Weise stabilisiert habe. (APA, TT.com)
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