Dominator Prevc geschlagen

Sensationssieger im Skispringen, Tiroler Embacher nach Platz sieben sauer

Philipp Raimund feierte seinen ersten Sieg gleich bei Olympia.
© AFP/Poujoulat

Der Deutsche Philipp Raimund gewann überraschend den Normalschanzen-Bewerb der Skispringer in Predazzo. Österreichs Ski-Adler hatten mit der Entscheidung nichts zu tun.

Die erfolgsverwöhnten Österreicher sind im von Überraschungen geprägten Olympia-Normalschanzenbewerb leer ausgegangen. Stephan Embacher landete am Montag in Predazzo als bester rot-weiß-roter Skispringer nur an der siebenten Stelle. Gold ging an den im Weltcup noch sieglosen Deutschen Philipp Raimund, der 3,4 Punkte vor dem polnischen Sensationsmann Kacper Tomasiak siegte. Bronze holten 8,1 Zähler zurück ex-aequo der Japaner Ren Nikaido und der Schweizer Gregor Deschwanden.

Einige Favoriten um Titelverteidiger Ryoyu Kobayashi (8.) und Weltmeister Marius Lindvik (12.) strauchelten auf der kleinen Schanze im Fleimstal wie die Österreicher. Weltcup-Dominator Domen Prevc aus Slowenien kam 0,6 Punkte vor Embacher auf Rang sechs. Der Tiroler verbesserte sich nach verpatzter Landung und Rang 19 nach dem ersten Durchgang noch deutlich.

„Ich habe es im ersten verschissen, das zipft mich an. Vielleicht wollte ich zu viel, ich wollte jeden Meter rauskitzeln, das ist leider in die Hose gegangen“, sagte Embacher, dem 4,8 Punkte auf das Podest fehlten. Die Freude des 20-jährigen Olympia-Debütanten über seinen gelungenen Finalsprung hielt sich in Grenzen. „Überwiegen tut der Frust. Es geht um die ersten drei Plätze.“

Kraft: „Wollte irgendwie nicht sein“

Zweitbester Österreicher war Hörl als Elfter, der nach einem nicht optimalen ersten Sprung im Finale nur zwei Plätze gutmachte. „Elfter interessiert keinen, es zählt nur eins, zwei und drei. Wir haben aber noch ein paar Chancen, wir geben nicht auf“, sagte Hörl. Daniel Tschofenig, nach Durchgang eins als lediglich Elfter Bester seines Teams, rutschte in der Entscheidung noch auf Platz 15 zurück. „Ich musste im zweiten voll riskieren, aber es ist nicht aufgegangen. Gut war es nicht, so ehrlich muss man sein“, sagte Tschofenig.

Ex-Weltmeister Kraft, Sieger des einzigen Normalschanzenweltcups der Saison, kam nach zwei schlechten Sprüngen gar nur auf Rang 27. „Ein harter Tag, ich habe kleine Fehler gemacht, keine groben Schnitzer, aber die darfst du dir nicht erlauben. Es wollte irgendwie nicht sein, es ist irgendwie gar nicht gegangen“, sagte Kraft und nannte die Schanze eigenartig. (TT.com)

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