Rodel-Duos trumpften auf: Steu/Kindl jubelten über Silber, historisches Bronze für Egle/Kipp
Gleich zwei Medaillen gab es am Mittwochabend im Eiskanal von Cortina für die österreichischen Rodel-Duos zu bejubeln. Zuerst sicherten sich Egle/Kipp Bronze, danach feierten Steu/Kindl den Gewinn der Silbermedaille. Gold ging jeweils an die Gastgeber.
Gleich bei der Olympia-Premiere des Doppelsitzer-Bewerbs der Frauen durfte Österreich am Mittwochabend über eine Medaille jubeln. Selina Egle und Lara Kipp mussten sich lediglich den Italienerinnen Andrea Vötter/Marion Oberhofer und dem deutschen Duo Dajana Eitberger/Magdalena Matschina geschlagen geben und gewannen Bronze.
„Die Medaille bedeutet uns brutal viel. Im ersten Lauf hatten wir einen großen Schnitzer, deshalb war es für ganz vorne schwierig. Wir können stolz auf uns sein, haben uns diese Medaille absolut verdient“, freute sich Egle. „Ich kann es noch nicht fassen. Die Freude ist einfach riesengroß“, stimmte Kipp ein.
Damit fügten die beiden 23-jährigen Tirolerinnen, die zum 16. Mal in Serie auf das Podest fuhren und im Vorjahr den Gesamtweltcup gewannen, ihrer Medaillensammlung nach zweimal WM- und einmal EM-Gold ein weiteres wichtiges Edelmetall hinzu.
Wenig später hatte die rot-weiß-rote Rodel-Equipe gleich wieder Grund zum Jubeln. Thomas Steu und Wolfgang Kindl sorgten im Doppelsitzer der Herren mit Silber für weiteren Medaillenzuwachs. Der Vorarlberger und der Tiroler mussten sich lediglich um 0,068 Sekunden den Italienern Emanuel Rieder/Simon Kainzwaldner geschlagen geben. Tobias Wendl und Tobias Arlt (GER) komplettierten als Dritte das Podest.
Steu: „Extrem geil!“
„Extrem geil! Uns sind zwei super Läufe gelungen, wir haben alles aus uns herausgeholt. Die Italiener waren einfach um sechs Hundertstel stärker, wir sind mega happy mit dem Ergebnis“, sprudelte es aus Steu heraus. „Man hat schon im Training gesehen, wie viele in diesem Rennen um die Medaille mitfahren. Es war ein extrem spannendes und knappes Rennen, wir sind mega happy mit der Medaille. Die muss man bei dem starken Feld erst einmal machen“, analysierte Kindl.
Der Tiroler hatte damit innerhalb von 48 Stunden zum zweiten Mal Grund zum Jubeln: Erst vor zwei Tagen war der 37-Jährige überraschend zum zweiten Mal Vater geworden und hatte die Geburt seiner Tochter via Handy live miterlebt.
Für das zweite österreichische Duo, Juri Gatt und Riccardo Schöpf, reichte es bei der Olympia-Premiere nach zwei fehlerhaften Fahrten nur zu Rang elf. „Schade, denn im Training waren wir gut dabei“, ärgerte sich Schöpf. „Jetzt gilt es daraus zu lernen und weiter hart zu arbeiten“, gab sich Gatt kämpferisch.
Am Donnerstag steht zum Abschluss der Rodelbewerbe die Teamstaffel auf dem Programm. Dabei zählt Österreich erneut zu den Mitfavoriten auf eine Medaille.
Österreichs Medaillen bei Olympia 2026
Gold (2):
- Benjamin Karl (Snowboard – Parallel-Riesentorlauf)
- Ariane Rädler/Katharina Huber (Ski alpin – Teamkombination)
Silber (5):
- Sabine Payer (Snowboard – Parallel-Riesentorlauf)
- Jonas Müller (Rodeln – Einsitzer)
- Vincent Kriechmayr/Manuel Feller (Ski alpin – Teamkombination)
- Johannes Lamparter (Nordische Kombination Normalschanze/10 km LL)
- Thomas Steu/Wolfgang Kindl (Rodeln – Doppelsitzer)
Bronze (1):
- Selina Egle/Lara Kipp (Rodeln – Doppelsitzer)