Komplikationen nach OP

Abschiedslauf bei Olympia-Slalom: Ex-Vizeweltmeister muss Karriere beenden

AJ Ginnis verlässt morgen die große Ski-Bühne.
© APA/EXPA/Groder

Bei der WM vor drei Jahren in Courchevel schrieb AJ Ginnis ein Ski-Märchen. Der Grieche krönte sich im Slalom sensationell zum Vize-Weltmeister.

Nach einer Knie-Operation verpasste Ginnis fast die komplette Vorsaison. Der 31-Jährige wollte in der laufenden Olympia-Saison mit dem Material von Marcel Hirscher wieder richtig durchstarten.

Doch es kam alles anders. Im Vorfeld des Gurgl-Slalom verletzte er sich schwer. „Ich habe mir das Syndesmoseband gerissen, ich wurde operiert und jetzt bin ich am Weg zurück“, schrieb er im vergangenen Herbst. Und weiter: „Der Plan ist, dass ich im Jänner wieder Skifahren werde und es zu 100 Prozent zu den Spielen schaffe. Wir werden sehen, wie sich das alles entwickelt“, so der Slalom-Spezialist.

Der Plan ging aber nicht auf. Wie er einen Tag vor dem Olympia-Slalom bekanntgab, muss er aufgrund der Verletzungen seine Karriere beenden. „Morgen werde ich bei den Olympischen Spielen zum letzten Mal aus dem Starttor gehen. Komplikationen nach meiner letzten Operation erlauben es mir nicht, auf dem Niveau anzutreten, das dieser Sport erfordert. Das ist eine Realität, die ich akzeptieren musste. Ich werde die Tore nicht attackieren. Stattdessen habe ich die Möglichkeit erhalten, das Starttor zu verlassen, hinunterzurutschen und meine Karriere nach meinen Vorstellungen zu beenden. Und dafür bin ich zutiefst dankbar“, schrieb Ginnis auf Instagram.

Zum Schluss wird er noch ein wenig sentimental: „Morgen geht es nicht um die Uhr oder die Ergebnisse. Es geht um Dankbarkeit. Es geht um Respekt vor dem Sport, der mein Leben geprägt hat. Es geht darum, den Weg dort zu beenden, wo jeder Athlet einmal stehen möchte. Ein letzter Start auf der größten Bühne der Welt. Danke Griechenland, dass ihr mir diesen Moment ermöglicht.“